Young-/Oldtimer-Service: 750 Millionen Euro im Topf

07.04.2011 11:06 Uhr
Laut DAT-Report sind pro Old-/Youngtimer 336 Euro bei Reparaturen und 119 Euro bei Wartungsarbeiten zu verdienen.

Im diesjährigen DAT-Report wurde erstmals eine Bestandsaufnahme zu den deutschen Old- und Youngtimerbesitzern und deren Fahrzeugen gemacht. Rund 1,65 Millionen Klassiker sind jährlich zu warten und reparieren.

Rund 750 Millionen Euro geben deutsche Old- und Youngtimerbesitzer jährlich für Wartungs- und Reparaturarbeiten aus. Das geht aus dem aktuellen DAT-Report hervor, der erstmals eine Bestandsaufnahme zum Service an den mindestens 20 Jahre alten Fahrzeugen vorgenommen hat. Die Hochrechnung auf Basis von 1.220 repräsentativ befragten Fahrzeughaltern: In Deutschland gibt es 1.015.238 Young- und 634.523 Oldtimer. Dies seien deutlich mehr als die 210.00 vom VDA im vergangenen August erstmals ausgewiesenen Fahrzeuge mit H-Kennzeichen, aber weniger als die 1,9 Millionen Fahrzeuge der KBA-Zulassungsstatistik, die älter als 20 Jahre sind, heißt es in dem Report. Die Besitzer der automobilen Schätze sind zu 71 Prozent Männer und nur zu 29 Prozent Frauen. Und sie sind zum überwiegenden Teil 50 Jahre und älter. Die Oldtimerbesitzer zu 67 Prozent, die Youngtimerbesitzer zu 52 Prozent. Wenig überraschend handelt es sich um eine attraktive, weil gut situierte Zielgruppe für die Werkstatt: Über 50 Prozent verfügen der Umfrage zufolge über ein Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 Euro und mehr. Allerdings kommen die Fahrzeughalter der Youngtimer zu 28 Prozent auch mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.500 Euro aus. Gefragt nach den Unterhaltskosten, gaben die Fahrer von Youngtimern und/oder Oldtimern laut DAT an, durchschnittlich 1.064 Euro pro Jahr und Fahrzeug (ohne Kraftstoff) auszugeben, davon 336 Euro für Reparaturen und 119 Euro für Wartungsarbeiten pro Fahrzeug im Jahr. Der Rest entfällt auf Ausgaben für Versicherung, Steuer und den Unterstellplatz. Hochgerechnet ergibt dies ein Umsatzpotenzial von 750 Millionen Euro. Dies ist deutlich weniger als die 1,6 Milliarden Euro, die kürzlich der Oldtimerverband FIVA ermittelt hat (wir berichteten). Von den Youngtimern werden rund 45 Prozent jährlich bis maximal 13.000 Kilometer gefahren, von den Oldtimern sind dies 17 Prozent. Etwa 45 Prozent der Youngtimer legen jährlich eine durchschnittliche Fahrleistung zwischen 13.000 und 25.000 Kilometern zurück, bei den Oldtimern ist dies mit 50 Prozent sogar jeder zweite. Der Rest der Youngtimer (10 Prozent) und Oldtimer (33 Prozent) fährt sogar über 25.000 Kilometer im Jahr. (ng)

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