AMITEC / AMI 2009: Zwischen Krise und Abwrackprämie

27.03.2009 12:41 Uhr
Auf AMI und Amitec präsentieren sich ab Samstag insgesamt 776 Aussteller.
© Foto: Messe Leipzig

Im Schatten der weltweiten Autokrise präsentieren sich seit Freitag in- und ausländische Hersteller in Leipzig. Einige namhafte Anbieter sind aber nicht am Start. Dagegen feiert die Kfz-Fachmesse Amitec einen Ausstellerrekord.

Im Schatten der weltweiten Automobilkrise präsentieren sich seit Freitag in- und ausländische Hersteller bei der Leipziger Auto Mobil International AMI. Die von heftigen Absatzeinbrüchen gezeichnete Branche erhofft sich drei Wochen nach dem Genfer Autosalon einen Konjunkturschub auf dem deutschen Markt, vor allem auch durch die Abwrackprämie. Allerdings regiert in den Konzernzentralen der Rotstift. Mehrere namhafte Hersteller, darunter BMW, Mitsubishi und Fiat, sagten ihre Teilnahme ab. Der Präsident des Verbandes der Internationalen Hersteller (VDIK), Volker Lange, erwartet, dass die geplante Aufstockung der Umweltprämie die Lust auf einen Neuwagen weiter erhöht. Immerhin habe sich bei den Neuzulassungen im Februar der Privatkundenanteil von 39 auf 59 Prozent gesteigert, sagte Lange. Er erwarte für dieses Jahr 3,1 Millionen Neuzulassungen. "Die Umweltprämie wird die Krise der Branche nicht auf Dauer lösen, daher müssen weitere Anreizsysteme für den Tausch alt gegen neu geschaffen werden, wie zum Beispiel die CO2-bezogene Kfz-Steuer." Die Aussteller hätten sich für die AMI auf einen hohen Beratungsbedarf eingerichtet. Messe-Chef Wolfgang Marzin gibt sich optimistisch: "Die AMI ist die einzige Messe in Deutschland, die von der Abwrackprämie unterstützt wird." Trotz der Absagewelle sei die Zahl der Aussteller aus 20 Ländern mit 493 im Vergleich zum Vorjahr (497) stabil geblieben. Trotzdem sind Lücken zwischen den Messeständen unübersehbar. Bei der Amitec melden die Veranstalter sogar eine Rekordbeteiligung, dank 283 Unternehmen (plus vier Prozent), 14 beteiligten Ländern und zahlreichen Neuausstellern. Fünf Tage lang können sich Fachbesucher in der Messehalle 2 zu den Branchenthemen Fahrzeugteile, Werkstatt- und Tankstellenausrüstungen, Fahrzeugpflege und -versorgung, Abschlepp- und Bergungstechnik sowie Automobilrecycling beraten lassen. (dpa/rp/ng)

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