Freitag, 25.05.2012
Verkehrsblatt IVW
20.06.2011
¬ Rückruf- und Serviceaktionen
VW Sharan 2010
Beim VW Sharan gibt es u.a. Probleme mit der Schiebetür.

VW-Konzern, Opel und Mercedes holen Fahrzeuge in die Werkstatt

Der Volkswagen-Konzern führt derzeit zwei Serviceaktionen für die Fabrikate Audi, Seat und VW durch. Die zahlenmäßig größte Aktion dürfte sich seit März bei Audi-Partnern abspielen. Dort werden bei Fahrzeugen der Modelljahre 2001 bis 2007 die Zündspulen überprüft und ggf. getauscht. "Eine in der Funktion eingeschränkte Zündspule wird durch die Abgaskontrolllampe angezeigt. Eventuell verspürt der Kunde zusätzlich ein Ruckeln an seinem Fahrzeug", erklärte ein Audi-Sprecher auf Anfrage von asp-Online.

Zur Anzahl der betroffenen Fahrzeuge und zu den betroffenen Modellreihen machte man in Ingolstadt keine Angaben. Da aber nach asp-Informationen Modelle mit dem 1,8- oder Drei- bzw. 3,2-Liter-Motor kontrolliert werden, ist angesichts des betroffenen Bauzeitraums von einer Mammutaufgabe für die Servicebetriebe auszugehen.

Immerhin die Portokosten für eine Kundenbenachrichigung kann sich die Volkswagen-Tochter sparen, denn es handelt sich nicht um einen sicherheitsrelevanten Rückruf. Es erfolge daher keine aktive Kundenansprache, sagte der Audi-Sprecher. Immerhin erfolgt ein Eintrag im Serviceheft. Der Aktionscode lautet 28E9.

Diverse Servicemaßnahmen beim Sharan / Alhambra

Ebenfalls ohne Kundenbenachrichtigung erfolgt eine Serviceaktion "zur Produktoptimierung" für 8.600 VW Sharan und 1.821 Seat Alhambra, die alle im vergangenen Jahr gebaut wurden (FIN-Bereich bei Seat: VSSZZZ7NZBV501001 bis -7027). Fällig sind den Markensprechern zufolge Softwareupdates am Motor- und Bremsensteuergerät, die Kontrolle der SCR-Leitung und evtl. der Ersatz eines Kühlmittelschlauches, sowie eine Nacharbeit der vorderen Türbowdenzüge und eine Nachjustierung der Schiebetüren.

Je nach Umfang müssen die Vans bis zu drei Stunden in der Werkstatt bleiben. Anschließend kommt ein Stempel in das Serviceheft, zudem wird in der Aufnahmemulde für das Bordwerkzeug ein Aufkleber mit der Aktionsnummer "58B5" geklebt.

 

¬ Lesen Sie weiter auf Seite 2: Keine Auskunft zu Mercedes- und Opel-Rückrufaktionen

 


 

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

21. Juni 2011 10:29
Michael Hansmann meint:

Wenn es ein Rückruf wäre, wäre der Sachverhalt klar, denn Rückrufe werden durch das KBA gemacht (i.d.R. sicherheitsrelvante Geschichten). Alles andere sind Serviceaktionen, die die Hersteller freiwillig durchführen.
Bitte bei Berichterstattungen sachlich bleiben und nicht polarisieren. VW baut auch nur genauso gute oder schlechte Autos wie andere Hersteller. Entweder sind alles Rückrufe (auch VW) oder Serviceaktionen.

Danke

Redaktion: Sehr geehrter Herr Hansmann, aus dem Nachrichtentext geht nirgens hervor, dass VW bessere oder schlechtere Autos baut. Den Vorwurf der Unsachlichkeit kann ich nicht nachvollziehen. Sicherlich nehmen wir uns die Freiheit, darauf hinzuweisen, dass manche Hersteller mit dem Thema offener umgehen als andere. Wie im Text beschrieben, sind die Fehlermeldungen von Opel und Mercedes (mit einer Ausnahme) beim KBA als Rückruf registriert, die von VW nicht. Dieses sachliche Kriterium ist für uns entscheidend, wenn wir zwischen Serviceaktion und Rückruf unterscheiden, denn Hersteller nehmen das Wort "Rückruf" selten freiwillig in den Mund, sondern sprechen lieber von "Kundendienstmaßnahmen". Ob jeder Hersteller immer seiner Meldepflicht gegenüber dem KBA nachkommt, sprich, ob mancher Hersteller seine "Serviceaktion" eigentlich als Rückruf deklarieren müsste, bzw. ob umgekehrt manche Hersteller im "vorauseilenden Gehorsam" unnötigerweise Fehler an das KBA melden und dafür von der Behörde mit einer Registrierung des Fehlers "bestraft" werden, können wir nicht beurteilen, denn der Dialog spielt sich natürlich nicht öffentlich ab. Fest steht aber, dass auch alle Rückrufe freiwillig sind, denn das KBA hat meines Wissens - zumindest bei den großen Herstellern - noch nie einen Rückruf angeordnet. Dies würde die Behörde erst tun, wenn der Hersteller auf Sicherheitsrisiken nicht reagieren würde - und dieses PR-Desaster will natürlich kein Fabrikat riskieren. MfG NG

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