Finanztipp: Vorsicht bei geschlossenen Immobilienfonds

21.10.2009 14:20 Uhr
Gesellschaften sammeln Geld für gewerbliche Immobilien (etwa Bürohäuser, Einkaufszentren und Hotels) in offenen oder geschlossenen Fonds.
© Foto: Thomas Lohnes/ddp

Fondsverkäufer locken mit Steuerersparnissen und Gewinnbeteiligungen. Doch sollten sich Unternehmer bei der Investition in geschlossene Anlagen darüber im Klaren sein, dass das Kapital – anders als bei offenen Fonds – langfristig gebunden bleibt. Tipps zur Prüfung dieser Anlageform gibt der asp-Finanzexperte.

Das Jahresende rückt ebenso näher wie die meist mit diesem Zeitrahmen verbundenen Angebote zum Kauf geschlossener Immobilienfonds. Bei einem geschlossenen Fonds handelt es sich in der Regel um eine Investition, die nur in einem bestimmten Zeitintervall getätigt werden kann. Der immer wieder kehrende Hinweis auf mögliche Steuerersparnisse ist nach wie vor das wesentliche Argument vieler Fondsverkäufer. Für interessierte Betriebsinhaber sollte dieser Aspekt aber nur einer unter mehreren Entscheidungskriterien sein. Wichtig ist zunächst vor allem, geschlossene Fonds nur als langfristige Investition zu betrachten. Ein vorzeitiger Verkauf ist grundsätzlich erst nach vielen Jahren und dann meist auch nur zu heute kaum absehbaren Kursen möglich. Darüber hinaus hängt der wirtschaftliche Erfolg eines geschlossenen Immobilienfonds wesentlich von den in ihm enthaltenen Objekten und damit von deren Qualität und Lage ab. Wichtig sind in diesem Zusammenhang natürlich erstklassige Mieter mit einer sehr guten Bonität. Ebenfalls sollte ein hohes Maß an Transparenz im Hinblick auf die jeweiligen Fondskosten und auf sämtliche mit der Anlage verbundenen Personen und Gesellschaften gelten. Das ermöglicht es dem Betriebsinhaber, sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen. Vor diesem Hintergrund sollte eine Entscheidungsfindung sehr sorgfältig vorbereitet und möglichst vom Steuerberater begleitet werden. (Michael Vetter)

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