Kraftfahrzeuggewerbe Bayern : Vorbereitet in die Elektro-Zukunft

25.05.2011 17:59 Uhr
An Elektrofahrzeugen dürfen nur qualifizierte Servicekräfte arbeiten. Während die Hersteller über genügend geschultes Personal verfügen, müssen freie Werkstätten offenbar nachlegen.
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Laut bayerischem Kfz-Gewerbe kommt der Elektromobilität eine Schlüsselrolle beim Umweltschutz zu. Betriebe müssen sich auf eine Zunahme an Stromern einstellen. Der Verband bietet Hochvolt-Kurse für Mitarbeiter und sieht die Politik in der Pflicht.

Elektromobilität ist ein Schlüssel zur klimafreundlichen Umgestaltung der Mobilität, erklärte der Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern Klaus Dieter Breitschwert in einer Mitteilung. Auch wenn das Elektroauto nach wie vor ein Einzelfall sei, könne aktuell kein Hersteller auf ein solches Fahrzeug in seinem Portfolio verzichten. Zwar seien die Preise und der jeweilige Nutzen der Elektrofahrzeuge noch nicht immer marktgerecht, die Werkstätten sollten sich aber auf die neue Entwicklung vorbereiten. Der Verband fordert hierbei die zugesagte Unterstützung durch die Politik ein: "Auch wenn unsere mittelständischen Kfz-Betriebe zu großen Anstrengungen und finanziellen Kraftakten bereit sind, erwarten wir hier eine deutliche finanzielle Unterstützung", stellte er klar. Breitschwert sitzt neben seiner Tätigkeit beim ZDK auch für die CSU im Landtag. Die angesprochene Unterstützung sehe die Politik in ihren Konzepten bereits vor. Davon soll neben der Industrie auch der Bereich Weiterbildung profitieren. Sowohl der Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) als auch das Regierungsprogramm der Bundesregierung sehen bei der Fortentwicklung der Elektromobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung einen entscheidenden Schritt für das Gelingen der gesteckten Ziele. Der Verband zitierte zur Untermalung einen Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität, wonach Investitionen von rund 205 Millionen Euro in die berufliche Aus-und Weiterbildung geplant sind. Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern steht bereit und bietet erforderliche Qualifikationskurse im Bereich Hochvolt-Technologie für Kfz-Mechatroniker an. Strombetrieb steigt stetig Trotz der aktuell noch vergleichsweise niedrigen Verkaufszahlen, wächst der Anteil strombetriebener Fahrzeuge auf deutschen Straßen. Aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zufolge wurden im ersten Quartal 2011 über 3.800 Autos mit Elektro- bzw. Hybridantrieb zugelassen. Und die Zulassungszahlen gehen weiter nach oben: Die hohen Herstellungspreise als einer der wichtigsten Gründe für die Kaufzurückhaltung würden bei zunehmender Kundenakzeptanz und verkauften Stückzahlen sinken, so Breitschwert. (msh)

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