22.09.2009
¬ Kommentar

- Frank Schlieben
Verbraucherfehlinformation
Heute Morgen auf dem Weg ins Büro. In den Acht-Uhr-Nachrichten läuft ein Bericht über den aktuellen Werkstatttest des ADAC. "75 Betriebe wurden getestet, fast ein Viertel berechnet Kunden Leistungen, die nicht erbracht wurden", bleibt mir in den Ohren hängen. Na prima! Im Büro suche ich im Internet. Was ich auf der ADAC-Homepage finde, verwirrt mich komplett. Statt eines niederschmetternden Testergebnisses finde ich einen Auswertung, nach der 49 von 75 getesteten Betrieben eine sehr gute Arbeits- und Serviceleistung abgeliefert haben, darunter erfreulicherweise auch meine eigene Werkstatt.
Nur ein einziger Betrieb erhält die Note mangelhaft. Eigentlich ein Spitzenergebnis. Warum dann die Negativpropaganda? Brachte der Test nicht das gewünschte Ergebnis und kommuniziert man darum nach dem Motto, das nicht sein kann, was nicht sein darf? Keine Frage: Es ist nicht in Ordnung, wenn eine Werkstatt etwas berechnet, was sie nicht geleistet hat. Aber rechtfertigen 35 Cent für Scheibenklar, einem Viertel der getesteten Werkstätten quasi Betrugsabsichten zu unterstellen?
Sicher, der ADAC hat nicht unrecht, wenn er beklagt, dass die Positionsbezeichnungen in den Wartungslisten und Rechnungen von Hersteller zu Hersteller stark variieren und dass das Kürzelkauderwelsch der Arbeitspositionen für den Laien kaum verständlich ist. Das ist aber kein Problem der Werkstattorganisationen. Der richtige Adressat für derlei Kritik wären die Automobilhersteller. Und wenn der ADAC es ernst meint mit seiner sich selbst zugedachten Rolle als Verbraucherschützer, dann sollte er seine Kritik künftig wohl dosiert an die richtigen Adressen senden und Verbraucher nicht mit vermeintlichen Sensationsmeldungen über angeblich betrugswillige Werkstätten in die Irre schicken. (Frank Schlieben)
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(Foto: ASP)
23. September 2009 14:23
NRT meint:
Guten Tag
Nun ist es also wieder soweit,dass böse Gespenst Werkstatttest
(WST)drehte wieder seine Runden. Seit 27! Jahren wiederholt sich,
das Spiel in der automobilen Presse und mit einer an Sicherheit
grenzenden Wahrscheinlichkeit, erscheint mit einer unglaublichen Präzision des Scheiterns, dass Ergebnis.
Die bösen Tester, bauen die einfach Fehler in die Automobile ein und schicken die Probanten dann in die Werkstatt um zu sichten, arbeitet diese korrekt oder zieht sie den Kunden über den Tisch.Und zwar
mit Methoden, die schon lange am Begriff Betrug haarscharf vorbei schrammen. Ich arbeitete seit 1980 im KFZ Gewerbe und kann nur den Kopf schütteln über soviel Dreistigkeit, die schon Methode hat.
Anstatt den Kunden korrekt zu bedienen und die in Auftrag gegebene Arbeit für gutes Geld durch führen zu lassen, wird leider immer wiederkehrend dem Kunden vor Augen geführt, wie man ihn am Besten vergrault. Was für mich absolut unverständlich ist, ist das Fehlen einer Berufsehre. Durch die schwarzen Schafe die im Übrigen wiederholt negativ auffallen, wird die kpl. KFZ Zunft in den
Schmutz gezogen. Da kann der ZDK begeistert ausrufen, wie gut doch die Werkstätten geworden sind, aber das entspricht sehr oft
nicht, der Realität in der Gegenwart. Wenn ich eine Arbeit in
Rechnung stelle und mit dem Kunden einen Auftrag erstellt habe,
so habe ich als KFZ Mitarbeiter die Pflicht diesen zu erfüllen oder ich lasse es sein. Scheinbar ist diese einfache Regel nicht überall gerne gesehen. Es geht nur noch, um das schnelle Geld.
Man könnte nun dem unterbezahlten Mechaniker wie immer die Schuld geben. Das wäre einfach. Zu einfach, denn seit Jahren stinkt der Fisch vom Kopf.Leider wollen das viele Betreiber, Geschäftsführer o.ä. Personen einfach nicht erkennen. Angefangen von schlechter Bezahlung der Servicecrew, KD Taktzeiten die,
die vorgeschriebene Arbeitszeit weit unterschreiten um den Gewinn zu erhöhen, bis hin zu kpl. abgeschaffter Endkontrolle, dass sind die Ideen von Betriebsmanagern. Das der Kunde dann irgenwann zur
penibel arbeitenden Konkurrenz abwandern,ist die Folge.
Aber auch das Werkstattpersonal steht in der Pflicht und hier mangelt es an Berufsehre. Ich selber wurde in all meinen Werkstattjahren auch mehrmals getestet. Einen Testwagen "riecht" man von weitem. Spätestens nach dem dritten Fehler, umringen mindestens drei Mitarbeiter, das Fahrzeug und kontrollieren alles.
Am Schluss werden sogar noch die Innenseiten der Felgenschüssel abgewischt. Sie finden ich übertreibe? Na dann holen sie sich mal nur die Berichte der letzten 10 Jahre von allen WST und entscheiden selber.Ich hoffe mit meiner Kritik einige Herrschaften unsanft geweckt zu haben und zu einer inneren Umkehr zu bewegen. Ich muß jetzt leider los, da ich mein Auto welches sich noch in der sogenannten Herstellergarantizeit befindet und vor zwei Wochen
vom hoch offiziellen KD zurückkam, die Motorventile einstellen.
Nein sie klappern nicht. Das Ventilspiel wurde laut
Inspektionsplan eingestellt, der Erledigthacken ist klar zu
erkennen. Eine korreckte Einstellung allerdings nicht. Mit öligen Händen grüßt sie aus dem Süden der Republik
NRT
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