Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat den Vorschlag des Automobilexperten Ferdinand Dudenhöffer, die Leipziger Automobilmesse AMI für dieses Jahr abzusagen und nach einem neuen Messe-Konzept zu suchen, klar zurückgewiesen. VDIK-Chef Volker Lange nannte die Äußerungen Dudenhöffers "sachfremd". Dieser erweise der aufkeimenden automobilen Konjunktur einen Bärendienst. Dudenhöffer hatte der "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag) gesagt, eine Absage wäre besser als eine dürftige Veranstaltung. Der VDIK erwartet von der AMI trotz des Ausstiegs mehrerer namhafter Hersteller einen konjunkturellen Schub. Die Käufer- und Kundenmesse biete nach den Beschlüssen zur Umweltsteuer und zur Kfz-Steuerreform Anreize für potenzielle Käufer, teilte der Verband am Freitag mit. Nach den Absagen von BMW, Mitsubishi, Nissan, Volvo, Saab, Chrysler und Dodge werden auf der Messe nach dem aktuellen Stand 40 Marken mit 60 Premieren vertreten sein (wir berichteten). Der VDIK ist Mitveranstalter der AMI. Die Leipziger Messe erwartet ab dem 28. März etwa 450 Aussteller. Die parallele Messe für Service und Zubehör AMITEC sei stabil, sagte Messe-Chef Wolfgang Marzin. Die Absagen bei der AMI seien bedauerlich, müssten aber vor dem Hintergrund der Krise respektiert werden. Die AMI mit ihrem Konzept könne gerade in der jetzigen Situation dazu beitragen, den Konsum anzukurbeln. Die als Erlebnismesse angelegte AMI bietet neben den neuesten Modellen und Informationen etwa über Umweltverträglichkeit und alternative Antriebe ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Probefahrten und Spritspartrainings. (dpa/tk)
Messe-Absage: VDIK weist Dudenhöffer-Vorschlag zurück
Verbandspräsident Volker Lange hat den Vorschlag Ferdinand Dudenhöffers, die AMI/AMITEC abzusagen, als "sachfremd" zurückgewiesen. Die Lage der AMITEC sei stabil, versicherte der Messe-Chef.
Hermann-Josef Bongen