Finanzkrise: Turbulenzen bei Beteiligungsgesellschaften

23.09.2008 20:51 Uhr
Die Werkstattkette Pit-Stop soll verkauft werden. Wie lange bleibt ATU noch im Besitz von KKR?
© Foto: Oliver Lang/ddp

Investoren leiden weltweit unter der Finanzkrise. Dies hat Auswirkungen auf deren Beteiligungen. So steht Medienberichten zufolge die Werkstattkette Pit-Stop, aktuell im Besitz des Investors PAI Partners, zum Verkauf. Das Unternehmen Kohlberg Kravis Roberts (KKR), u. a. an A.TU beteiligt, gerät in die Verlustzone.

Die zweitgrößte deutsche Servicekette Pit-Stop steht laut Medienberichten zum Verkauf. Die über 400 Filialen in Deutschland gehören zu Europas größter Werkstattkette, der britischen Kwik Fit. Die Muttergesellschaft Kwik Fit ist in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland mit Schnellreparatur-Betrieben aktiv. Deren Eigentümer, die französische Beteiligungsgesellschaft PAI Partners, sucht einen neuen Investor. Noch Ende August erklärte der Geschäftführer von Pit-Stop, Gerd Hartmann, gegenüber der "Welt", dass sein Unternehmen expandieren wolle. Bis 2015 sollte die Zahl der Niederlassungen in Deutschland demnach auf rund 650 ansteigen, so Hartmann vor einem Monat. Zu den Verkaufsgerüchten befragt, reagierte Continental aufgeschlossen. Die Hannoveraner meldeten mit ihrer Reifen- und Servicekette Vergölst Interesse an: "Wir würden nicht generell Nein sagen, aber uns ist Pit-Stop noch nicht direkt angeboten worden", wurde ein Firmensprecher in den Medien zitiert. Der Automobilzulieferer Continental ist derzeit selbst als Objekt der Begierde in den Schlagzeilen. Vor kurzen war die Schaeffler-Gruppe beim Reifen- und Bremsenspezialisten eingestiegen. Die Herzogenauracher, mit den Marken INA, LuK und FAG auch im Aftermarket tätig, werden demnächst 49 Prozent der Conti-Aktien besitzen.

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