TÜV Süd und TÜV Nord verhandeln über Fusion

28.03.2007 10:22 Uhr
Derzeit erarbeiten die beiden Überwachungsvereine einen gemeinsamen Grundsatzvertrag.

Neue Organisation wird das weltweit zweitgrößte Unternehmen der Branche / Grundsatzvertrag wird erarbeitet

TÜV Süd und TÜV Nord wollen fusionieren. Derzeit würde in enger Abstimmung ein Grundsatzvertrag erarbeitet, teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. "Darin sollen der Zusammenschluss als gemeinsames Ziel festgeschrieben und die Meilensteine dorthin definiert werden", sagte der Vorstandsvorsitzende des TÜV Süd, Peter Hupfer, und der Vorstandsvorsitzende des TÜV Nord, Guido Rettig. Die Aufsichtsräte hatten die Vorstände bereits am 13. März 2007 darin unterstützt, das Vorhaben "konstruktiv und zielgerichtet" anzugehen. Ein fester Termin für die Fusion wurde nicht genannt. Bei einem Zusammenschluss entsteht das weltweit zweitgrößte Unternehmen der Branche mit rund 18.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa 1,8 Mrd. Euro. "Damit wären wir für die weitere Internationalisierung unserer Marktaktivitäten und die bis 2008 vollständig vollzogene Liberalisierung des nationalen Industriegeschäfts bestens aufgestellt", stellten die beiden Vorstandsvorsitzenden fest. Synergien versprechen sie sich auch bei Investitionen in neue Technologien, Branchen und Regionen. Darüber hinaus sehen Hupfer und Rettig in der Fusion einen wichtigen Schritt zu größerer Ertragsstärke, besserer Kundenorientierung und stärkerer Innovationskraft sowie weiterer Internationalisierung. Die Allianz werde die hohe Reputation der Marke TÜV nachhaltig stärken und zu einer eindeutigen Positionierung im globalen Wettbewerb führen, hieß es in der Mitteilung. (ab)

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