TÜV Süd fährt 2006 Rekordergebnis ein

16.04.2007 07:05 Uhr
Der TÜV Süd will hoch hinaus.

Gewinn um 14 Prozent gesteigert / Fusionspläne kommen voran

Der TÜV Süd geht mit einem Rekordergebnis in die geplante Fusion mit dem TÜV Nord. Im vergangenen Jahr sei der Gewinn vor Steuern um mehr als 14 Prozent auf 126,2 Mio. Euro gesteigert worden, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Der Umsatz legte um knapp 13 Prozent auf 1,168 Mrd. Euro zu. Vom Umsatzwachstum in Höhe von 134 Mio. Euro seien 65 Mio. Euro auf Veränderungen des Konsolidierungskreises – vor allem Zukäufe – zurückzuführen. Nach den Worten von Finanzvorstand Peter Klein, hat das operative Wachstum 6,6 Prozent betragen und lag damit über Plan. Die bereinigte Umsatzrendite sei leicht auf 9,7 Prozent zurückgegangen (Vorjahr 10,5 Prozent). Dies begründete das Unternehmen mit unternehmerischen Investitionen vor allem in Firmenakquisitionen und Beteiligungen. Der Geschäftsbereich "Mobilität" hatte einen Anteil von 37,1 Prozent am Gesamtumsatz und war damit leicht rückläufig (Vorjahr: 38,9 Prozent). Zulegen konnten die Bereiche "Industrie" mit 47,2 Prozent (47 Prozent) und "Mensch" mit 15,3 Prozent (13,5 Prozent). Rund drei Viertel seines Umsatzes machte der TÜV Süd im Berichtsjahr in Deutschland. 11,6 Prozent entfielen auf das europäische Ausland, 8,3 Prozent auf den Wirtschaftsraum Asien und 3,7 Prozent auf die NAFTA-Region. Mit einem Plus von 50 bzw. 725 Prozent sei das Umsatzwachstum in Amerika und Asien besonders hoch ausgefallen. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der TÜV Süd mit 10.863 Mitarbeitern 1.216 mehr als im Jahr zuvor. Zwar sei der Zuwachs im Wesentlichen auf Zukäufe zurückzuführen, 502 Arbeitsplätze seien aber aus eigener Kraft entstanden. Wie in den vergangenen Jahren werden die Mitarbeiter durch Leistungsprämien am Erfolg beteiligt. Position im Ausland stärken Durch den Zusammenschluss mit dem TÜV Nord will das Unternehmen seine Position auch im Ausland deutlich ausbauen. Die wesentlichen Vorteile der geplanten Fusion sieht TÜV Süd-Chef Peter Hupfer in einer "verstärkten Positionierung gegenüber dem Wettbewerber, einem einheitlichen Marktauftritt, der Verdichtung der nationalen und internationalen Standorte, der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und Know-how sowie der Vermeidung von Doppelausgaben". Der Erarbeitung eines Grundsatzvertrages haben die Aufsichtsräte von TÜV Süd und Nord vor wenigen Tagen zugestimmt. Durch den Zusammenschluss würde ein Konzern mit rund 1,8 Mrd. Euro Umsatz und 18.000 Beschäftigten entstehen. Die neue Organisation wäre damit Marktführer in Deutschland und die Nummer zwei der Branche. (dpa/ab)

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