Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) zieht für die ersten vier Monate des Jahres eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung des freien Kfz-Teilehandels. "Nachdem das Jahr 2010 noch mit verhaltenen Absatzzahlen im Januar begann, laufen die Geschäfte unserer Mitglieder aus Handel und Industrie sowie unserer Kunden in den Werkstätten seit Februar deutlich besser", erklärte Verbands-Präsident Hartmut Röhl. Zurückzuführen sei diese Entwicklung zum einen auf den langen, harten Winter, der für einen guten Umsatz mit Crash-Parts und Winterartikeln gesorgt habe und ein gutes Geschäft mit Verschleißteilen folgen lassen werde. Zudem sei durch das infolge der wirtschaftlichen Erholung steigende Gütertransportaufkommen auch im stark unter Druck geratenen Nfz-Teilemarkt ein Aufschwung zu erwarten. Auch durch die Abwrackprämie sei neues Umsatzpotenzial entstanden. Zwar hat die staatliche Förderung nach Röhls Worten freien Servicebetrieben Kunden entzogen und die Automobilwirtschaft in ihrem Gleichgewicht gestört, doch hätten viele Neuwagenkäufer die oftmals in Basisausstattung ausgelieferten Fahrzeuge mit Zubehör ergänzt. "Der freie Kfz-Teilehandel hat diese Möglichkeiten schnell erkannt und genutzt", sagte Röhl. Sorgen bereitet Röhl nach wie vor die Kreditvergabepolitik der Geldinstitute. "Die Banken halten die Zügel für kleine und mittelständische Unternehmen weiterhin fest und oftmals leider auch zu fest in der Hand. Der sich andeutende Aufschwung darf nicht durch eine zu restriktive Kreditpolitik der Bankhäuser abgewürgt werden", mahnte er. Der GVA werde seine Aufklärungsarbeit bei den Banken über die wirtschaftliche Stärke der Unternehmen des freien Kfz-Aftermarket daher fortsetzen. (ng)
Zwischenbilanz: Teilehandel bislang zufrieden mit 2010
Gesamtverband Autoteile-Handel freut sich über einen harten Winter und steigendes Gütertransportaufkommen. Auch durch die Abwrackprämie sei neues Umsatzpotenzial entstanden.