Die Zahl der aktuell ca. 22.500 Freien Werkstätten hier zu Lande wird nach einer Prognose der Kölner Unternehmensberatung BBE bis zum Jahr 2010 auf 17.500 zurückgehen. Der Grund: Viele dieser Betrieb könnten die nötigen Investitionen in teure Diagnosegeräte, Spezialwerkzeuge und Mitarbeiterschulungen nicht aufbringen, so die Macher der Aftermarket-Studie für Deutschland. Im allgemeinen Ausleseprozess – bei den Markenbetrieben erwartet BBE einen Rückgang von 22.000 auf 19.000 bis 2010 – hätten besonders kleinere Werkstätten einen erheblichen Nachteil. Ausgenommen von dieser Entwicklung seien erst kürzlich aus den Netzen der Hersteller/Importeure ausgeschiedene und in Werkstattsystemen integrierte Betriebe. Wie die Markenwerkstätten würden auch sie ihre Position stärken. Entscheidender Vorteil sei das noch vorhandene Know-how der ehemals vertretenen Marke bzw. der Know-how-Transfer von den Systemzentralen, durch den diese Werkstätten den Marktanforderungen besser gerecht werden könnten. Dagegen sei der Teile- und der Reifenfachhandel voll von der Marktbereinigung betroffen. Die übrig gebliebenen Unternehmen können sich, wenn die Unternehmensberater Recht behalten, über ein wachsendes Marktvolumen freuen. So erwartet BBE einen Anstieg des Aftermarkets auf Materialebene von 16,9 Mrd. Euro in 2002 auf 17,8 Mrd. Euro im kommenden Jahr und auf 19,2 Mrd. Euro bis 2010. (ng)
Studie prophezeit Freien Werkstätten einen schweren Stand
Prognose: 5.000 Betriebe müssen bis 2010 das Handtuch werfen