Elektromobilität: Startschuss für verbesserte Batterietechnik

26.08.2009 10:32 Uhr
Batterieforschung an der am Kompetenzverbund beteiligten Ruhr-Universität Bochum (SECM-Experiment mit elektrochemischem Rastermikroskop)
© Foto: Ruhr Universität Bochum

Die Regierung hat gerade den Entwicklungsplan Elektromobilität verabschiedet. Wer sich fragt, ob und wann den Worten Taten folgen, der wird beim Elektrochemie-Kompetenzverbund Nord fündig. Der Verbund möchte die kostengünstige Hochleistungsbatterie für Elektroautos entwickeln und wird mit 11,3 Mio. Euro durch das Forschungsministerium gefördert.

Der Elektrochemie Kompetenzverbund Nord (KVN) hat die Forschungsarbeit am Auto der Zukunft aufgenommen. Ziel des Verbundes ist die Schaffung von Grundlagen für die Batterietechnologie, dem Herz der künftigen Hybrid- und Elektroautos, wie die beteiligten Einrichtungen meldeten. Im KVN kooperieren die Universitäten Münster, Hannover und Bochum, die RWTH Aachen, das Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisenforschung sowie das Forschungszentrum Jülich. Eine Weiterentwicklung der Elektromobilität hängt in starkem Maße von neuen Batteriematerialien ab: "Wir wollen im Verbund die Lithium-Ionen-Batterien verbessern und ergänzende Technologien mit höchster Energiedichte entwickeln", sagt Prof. Dr. Martin Winter von der Universität Münster, Sprecher des KVN. Im Rahmen des Konjunkturpakets II fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den KVN mit insgesamt 11 Millionen Euro. "Mit Forschung in der Elektrochemie investieren wir in die Zukunft. So legen wir die Basis dafür, dass zukünftig Elektroautos mit deutschem Know-how auf Fahrt gehen", erklärte Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerin. Insgesamt investiere das BMBF rund 200 Mio. Euro in die Forschung für Elektromobilität mit den Schwerpunktthemen Batterieentwicklung und -produktion, Energiemanagement im Auto, hieß es. Ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld sind Batterien als Speicher in dezentralen Energienetzen, um etwa Fluktuationen in der Stromproduktion durch Wind- und Solaranlagen auszugleichen. Zudem wollen die Forschungseinrichtungen gemeinsame Ausbildungsmodule entwickeln, um die Lehre des wissenschaftlichen und technischen Nachwuchses auf dem Gebiet der Elektrochemie zu verbessern. Forschung auch im Verbund mit dem Kompetenzzentrum Süd Im Verbund sollen Lithium-Ionen-Batterien verbessert und ergänzende Technologien mit höchster Energiedichte entwickelt werden. Durch die Kooperation mit dem Kompetenzverbund Süd, koordiniert vom Karlsruhe Institute of Technology und mit 20 Mio. Euro vom BMBF gefördert, ergebe sich in Deutschland eine einmalige Forschungslandschaft für die Weiterentwicklung von Batterien, erklärten die Verantwortlichen des Forschungsverbundes. (msh)

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