Shell hat Exxon Mobile 2006 als weltgrößten Schmierstoffanbieter abgelöst. Das teilte das US-Marktforschungsunternehmen Kline jetzt auf Basis einer aktuellen Studie mit. Der britisch-niederländische Konzern erzielte nach eigenen Angaben mit seiner Sparte Shell Lubricants im vergangenen Jahr erstmals ein Umsatzvolumen von mehr als 4,5 Mio. Tonnen. Der Anteil am globalen Schmierstoffumsatz betrug zwölf Prozent, was gegenüber 2005 einer Steigerung um fünf Prozent entspricht. Hauptverantwortlich dafür war laut Kline "organisches Wachstum in Russland, China sowie Teilen von Asien und Europa". Zudem habe Shell von dem Erwerb einer 75-Prozent-Beteiligung am chinesischen Anbieter Beijing Tongyi profitiert, hieß es. Die Top fünf der weltweiten Schmierstoffbranche komplettierten BP, Chevron und Total. Angaben zu Umsatz und Marktanteil der Ölunternehmen machte Kline nicht. Der Studie zufolge wurden 2006 weltweit 35,8 Mio. Tonnen Schmierstoffe vermarktet. Das entspreche einem Plus – bereinigt nach Sonderfaktoren – von weniger als einem Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Der Schmierstoffmarkt ist ein gesättigter Markt", erklärte Kline-Direktorin Geeta Agashe. Wachstum aus eigener Kraft sei künftig nur durch Akquisitionen oder in Schlüsselmärkten wie Asien oder Südamerika möglich. (rp)
Studie: Shell erobert Spitzenposition bei Schmierstoffen
Britisch-niederländischer Konzern verweist Exxon Mobil und BP auf die Plätze