Saabs aktives Kopfstützensystem SAHR (Saab Active Head Restraint) reduziert Halsverletzungen im Falle einer Heckkollision um 43 Prozent. Dies belegen Untersuchungen des amerikanischen Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) der amerikanischen Versicherungswirtschaft. Wie Saab Deutschland mitteilte, bewertete die Studie die "Auswirkungen des SAHR-Systems durch den Vergleich von Realunfällen mit Halsverletzungen vor und nach Einführung der aktiven Kopfstützen in den Pkw-Modellen" der schwedischen Marke. Eine genaue Analyse der Studie belege ferner, dass die Reduzierung von Nackenverletzungen bei Frauen größer ist als bei Männern. Während bei weiblichen Fahrzeuginsassen die Unfälle mit oben genannten Verletzungsfolgen um 55 Prozent zurückgingen, reduzierte sich die Zahl bei Männern um 31 Prozent. Überdies zeige eine weitere US-Studie der medizinischen Fachzeitschrift "Journal of Trauma", dass das SAHR-System Hals- und Nackenverletzungen durch den so genannten Peitschenschlag-Effekt um 75 Prozent reduziere. Das System des schwedischen Autobauers arbeitet vollkommen mechanisch. Die gepolsterte Kopfstütze ist mit einer Druckplatte in der Rückenlehne des Sitzes verbunden. Bei Heckkollisionen wird der Körper des Insassen durch die Wucht des Aufpralls in die Rückenlehne gepresst. Dadurch wird die Druckplatte nach hinten bewegt, was eine sofortige Bewegung der Kopfstütze nach oben und vorne bewirkt. Der Kopf des Insassen wird auf diese Weise gestoppt, noch ehe der Peitschenschlag-Effekt eintreten kann. (od)
Saab: Wirkung von SAHR durch Studien belegt
Aktives Kopfstützensystem reduziert Hals- und Nackenverletzungen bei Heckkollisionen