Donnerstag, 14.12.2017
Verkehrsblatt IVW
05.12.2017

¬ Audi

Radträger und Bremslichter

Audi Q3 2012

Audi ruft den Q3 (Bild), Q2 und A3 zurück.

Audi hat zwei Rückrufe bei den Modellen A3, Q2 und Q3 abzuarbeiten. Einer basiert auf einen Softwarefehler, wodurch beim Auslösen der Notbremsfunktion über den EPB-Schalter (elektromechanische Parkbremse) die Bremslichter nicht auslösen. Davon betroffen sind weltweit rund 180.000 Einheiten des Q3 im Bauzeitraum Juni 2014 bis November 2016, 16.000 Fahrzeuge sind es in Deutschland.

Der Fehler passierte mit der Produktaufwertung des Q3, als die Notbremsfunktion mittels der EPB in ein anderes Steuergerät integriert wurde. Dabei kam es nicht zu der nötigen Softwareanpassung. Zwar bremst das Fahrzeug wie gewünscht ab, jedoch wird der nachfolgende Verkehr nicht über den Notbremsvorgang und damit nicht über die Verzögerung des Fahrzeugs informiert.

Als Abhilfemaßnahme nimmt der Audi-Partner eine Software-Anpassung vor. Die zuvor als Serviceaktion behandelte Maßnahme wurde später in einen Rückruf umgewandelt, um die Abarbeitungsmaßnahme zu beschleunigen. Der Code der Rückrufmaßnahme lautet 45G6.

Das Fahrzeug könne bis zur Überprüfung weiter genutzt werden, erklärte ein Audi-Sprecher gegenüber asp-Online. Personenschäden seien dem Hersteller diesbezüglich nicht bekannt, hieß es.

Verlust der Radführung

Beim zweiten Rückruf geht es um die Modelle A3 und Q2 des Modelljahres 2018 im Produktionsraum August 2017. Weltweit trifft es 345 Fahrzeuge, davon rund 325 in Europa und 93 in Deutschland. Fehlerursache ist eine Härteabweichung bei der Herstellung der betroffenen hinteren Radträger aufgrund eines Prozessfehlers. Dadurch ist die Dauerfestigkeit der Radträger nicht sichergestellt, erklärte der Audi-Sprecher. Dies kann zum Lösen der Schraubenverbindungen bis hin zum Bruch des Bauteils mit Verlust der Radführung führen.

Bei den entsprechenden Fahrzeugen werden die Radträger an der Hinterachse ersetzt, die Aktion ist für die Kunden kostenlos. Der Code für die Rückrufaktion lautet 42I3. Auch hier sind laut Hersteller keine Personenschäden aufgrund des Fehlers bekannt. (asp)


Aktuelle Rückruf-Meldungen sowie die exklusive Datenbank von asp AUTO SERVICE PRAXIS gibt es HIER!

 
 

Copyright © 1999 - 2017 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Audi)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

13.12.2017

¬ Plug-in-Hybride

BMW Plug-in-Hybrid

Besser als ihr Ruf

Plug-in-Hybride gelten als teuer und wenig effizient. Einer neuen Studie zufolge sind sie das aber nicht. Jedenfalls auch nicht mehr als reine Elektroautos. ¬ mehr

Matthias Müller

VW-Chef Müller unter Beschuss

FDP-Generalsekretärin Beer kritisiert den Autoboss scharf für dessen Überlegungen zu einer höheren Diesel-Besteuerung und zur Einführung von Umweltplaketten. Auch der ZDK lässt kein gutes Haar daran. ¬ mehr

13.12.2017

¬ Aftermarket

Bosch Dieselprüfgerät

Bosch erweitert Dieselprüfstände

Der Zulieferer bietet neue Test-Kits für die Prüfung von VDO Common-Rail-Pumpen auf Dieselprüfständen an. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Bildergalerie

Frage der Woche

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Branchenrecht


Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Werkstattsysteme

Sie suchen eine Alternative zu Markenservice und –handel?
In unserer Datenbank werden Sie fündig!
¬ Zur Übersicht


Beliebteste Inhalte

  • 13.12.2017 | "Diesel-Judas" und "Brandbeschleuniger"

    VW-Chef Müller unter Beschuss

    Martin meint: Ich bin weder VW noch FDP-Fan, muss aber Frau Beer vollumfänglich Recht geben. Der Vorschlag von He...mehr

  • 13.12.2017 | Durchrostung

    Enge Auslegung der Garantiebedingungen

    Hallo Winfried meint: Es handelt sich um Mercedes-Benz, vgl. https://openjur.de/u/634704.html....mehr

  • 11.12.2017 | VW-Chef Müller

    Steuervorteile für Dieselkraftstoff hinterfragen

    G. S. meint: Solche Äußerungen verunsichern Kunden und Händler immer weiter.Gerade der VW Konzern sollte sich ...mehr

Springer Automotive Shop

Aftersales im digitalen Zeitalter

Die dritte Auflage des Fachbuchs "Aftersales in der Automobilwirtschaft" mit neuem Schwerpunkt!
¬ Jetzt bestellen!