Vor einer um sich greifenden "Rabattitis" im Autohandel hat ZDK-Präsident Robert Rademacher im Jahr nach der Umweltprämie gewarnt. In einem Beitrag des ARD-Nachrichtenmagazins "Tagesthemen" am Dienstagabend wies er darauf hin, dass mit zweistelligen Rabatten keine Gewinne mehr zu erzielen seien. Allerdings sei es im Augenblick nicht möglich, die Preise durchzusetzen, die man eigentlich erzielen müsste. "Dies kann sich nur einspielen, wenn Angebot und Nachfrage wieder in Einklang kommen, also mit etwas weniger Angebot und etwas mehr Nachfrage", so Rademacher. Nach Einschätzung des Deutschen Kfz-Gewerbes ist nach der Sonderkonjunktur in 2009 mit 3,8 Millionen Neufahrzeugen in diesem Jahr die Rückkehr zum "Normalmarkt" mit 2,7 bis 2,8 Millionen zugelassenen Einheiten zu erwarten. Eine außergewöhnliche Pleitewelle im Kfz-Gewerbe werde es aber nicht geben, betonte Rademacher und widersprach damit einer Einschätzung des ebenfalls gestern im "Tagesthemen-Beitrag" zitierten Direktors des CAR Institut der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer. Rademacher räumte aber ein, dass sich der seit Jahren andauernde Strukturwandel bei den Autohäusern weiter fortsetzen werde – mit auf Dauer weniger Betriebsstätten unter den Dächern von größeren Kfz-Handelsunternehmen. Im Jahr 2009 hatte der ZDK 800 Betriebe weniger gezählt als im Jahr zuvor. (ng) Einen Link zu dem "Tagesthemen"-Beitrag finden Sie unten in der Box unter "Mehr im Netz".
ZDK: Rademacher warnt vor Rabattitis
"Mit zweistelligen Rabatten sind keine Gewinne mehr zu erzielen", warnte der Verbandspräsident am Dienstag in den ARD-"Tagesthemen".