Porsche will mit der neuen Generation des 911 Turbo weltweit erstmals einen aufgeladenen Ottomotor mit variabler Turbinengeometrie (VTG) präsentieren. Diese Technik, die bislang nur in Diesel-Turbomotoren eingesetzt wird, ermögliche insbesondere bei niedrigen Drehzahlen eine deutliche Verbesserung der Elastizität und der Beschleunigung, teilte der Sportwagenhersteller heute mit. Bisher galten jedoch die im Vergleich zu Diesel-Turbomotoren wesentlich höheren Abgastemperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius als unüberwindbare technische Hürde. Durch den Einsatz von hochtemperaturfesten Materialien aus der Raumfahrttechnik habe man das Problem jedoch gelöst. Kernelemente der VTG sind verstellbare Leitschaufeln, die den Abgasstrom des Motors variabel und gezielt auf das Turbinenrad des Abgasturboladers leiten. Damit verknüpft das Prinzip der variablen Turbinengeometrie die Vorteile von kleinen und großen Abgasturboladern. Diese Kombination ermöglicht sowohl ein sehr gutes Ansprechverhalten mit hohen Drehmomentwerten bereits bei niedrigen Drehzahlen als auch hohe Leistungswerte bei hohen Drehzahlen. Dabei steht laut Porsche das hohe Drehmoment auch über einen deutlich größeren Drehzahlbereich zur Verfügung. (ng)
Porsche kündigt Weiterentwicklung des Turbomotors an
Nächste Motorengeneration mit variabler Turbinengeometrie