Rußfilter-Kulanzregelung: Pit-Stop wehrt sich gegen DUH-Vorwürfe

11.03.2008 17:35 Uhr
Kommt der neue GAT-Filter tatsächlich noch im März?
© Foto: GAT-Gruppe

Pit-Stop hat in einer Mitteilung die gestrigen Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe zurückgewiesen, jedoch bestätigt, dass man Kunden vertröstet, bis GAT-Produkte mit einer neuen Betriebserlaubnis vorliegen. Ob dies Ende März der Fall sein wird sein wird, ist offen.

Pit-Stop hat in einer Mitteilung die gestrigen Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe (DUH, wir berichteten) zurückgewiesen – indirekt jedoch bestätigt: "Pit-Stop wird einen minderwertigen Filter selbstverständlich austauschen, sobald ein Kunde diesen Wunsch äußert und ein Produkt desselben Herstellers verfügbar ist", hieß es heute in der Mitteilung der Fast-Fit-Reparaturkette. Genau diese Vorgehensweise hatte die DUH am Montag kritisiert. Wie das Unternehmen heute mitteilte, vertraut man auf Zusagen des Filterherstellers GAT, wonach bis Monatsende eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für eine neue Nachrüstlösung vorliegt – zunächst für Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns. Laut Pit-Stop könnten dann rund 70 Prozent der in ihren Betrieben verbauten Filter für Kunden kostenfrei ausgetauscht werden. Andere Marken würden dann in den Folgemonaten dazukommen. Diese Vorgehensweise decke sich mit den Absprachen der Kulanzregelung, die die Produktion einwandfrei funktionierender Partikelfilter "im Laufe des Jahres 2008" vorsehe. Derzeit ist unklar, ob GAT die Zusage einhalten wird. Ein Sprecher des Kraftfahrt-Bundesamts erklärte gegenüber AUTO SERVICE PRAXIS Online, ein Antrag auf Erteilung einer neuen ABE sei im Hause noch nicht eingegangen. Sollte solch ein Antrag inklusive Vorlage eines positiven Prüfprotokolls eines anerkannten technischen Dienstes eingehen, könnte eine Genehmigung "vermutlich" innerhalb von zwei Wochen erteilt werden. (ng)

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