Mehr als jedes zehnte Auto kommt mit falsch eingestellten Scheinwerfern in die Werkstatt. Darauf hat der Leuchtenhersteller Hella hingewiesen. Nicht nur zu hoch stehendes, sondern auch zu tief eingestelltes Autolicht sei ein Sicherheitsrisiko. Damit würden wertvolle Sichtweite-Meter verschenkt, warnt der Zulieferer. Daher müsse die Werkstatt die Scheinwerfer immer korrekt einstellen. "Der einzig richtige Wert für die Hell-Dunkel-Grenze ist die horizontale Linie im Scheinwerfer-Einstellgerät (SEG). Darüber und darunter ist falsch," erläuterte Martin Grimm, Leiter Scheinwerferentwicklung Handel bei Hella. Auch bei der seitlichen Einstellung habe man bei Stichproben immer wieder Fehler festgestellt. In der Regel würden die Lampen zu weit nach rechts justiert. Ein großer Teil des asymmetrischen Licht-Keils der rechten Seite verschwinde ungenutzt jenseits des Straßenrands. "Hier gehen schnell 20 bis 30 Meter wertvoller Sichtweite verloren", betonte Grimm. Für eine präzise Ausrichtung des Lichts müsse das Scheinwerfereinstellgerät genau zur Längsachse des Autos ausgerichtet sein. Ein Breitbandvisier erleichtere dies erheblich. Auch die exakte Höhe des Geräts ist von hoher Bedeutung. Doch nicht nur die Handhabung der Werkstattausrüstung sollte stimmen, sondern auch die Rahmenbedingungen, so Grimm. So müsse das Auto bei korrektem Reifenluftdruck auf einer ebenen Fläche mit gerade gestellten Vorderrädern stehen. An stark beladenen Fahrzeugen dürften die Scheinwerfer nicht eingestellt werden. Ein häufiger Fehler sei die Position der Leuchtweitenregulierung. Sie habe beim unbeladenen Auto auf Null zu stehen. (ng)
Nicht nur zu hoch eingestellte Schweinwerfer sind eine Gefahr
Hella: Licht wird häufig zu niedrig und zu weit rechts justiert