Die Klagen von Unternehmern über weitgehend undurchsichtige betriebliche Ratings reißen nicht ab. Nach wie vor sind Banken offenbar nicht bereit oder nicht in der Lage, die wichtigen Ratingbestandteile konkret zu nennen und die Gewichtung des jeweiligen Gesamtratings transparent zu machen. In welchem Umfang also beispielsweise ein zu geringes Eigenkapital oder eine bisher fehlende Nachfolgeplanung die Ratingnote beeinflusst, ist vielen Betriebsinhabern oftmals nicht bekannt. Darüber hinaus gibt es offensichtliche Informationsdefizite bei der Einschätzung der so genannten "weichen Faktoren", die vor allem die unternehmerischen Fähigkeiten des Betriebsinhabers beinhalten. Dabei kann etwa ein funktionierendes Controllingsystem oder eine professionelle Mitarbeiterplanung das Rating ebenso beeinflussen wie beispielsweise strategische Ansätze zur Erhöhung von Umsatz und Gewinn. Betriebsinhaber sollten hier sprichwörtlich am Ball bleiben und keineswegs vergessen, dass ihre weitere Kreditwürdigkeit und die Höhe der Kreditzinsen vor allem von einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Ratings abhängt. (Michael Vetter)
Finanztipp: Nicht nur auf Zahlen achten
Kreditwürdigkeit und die Höhe der Kreditzinsen hängen auch von "weichen Faktoren" ab, die vor allem die unternehmerischen Fähigkeiten des Betriebsinhabers beinhalten.