Die Dresdner Sportwagenschmiede Melkus hat bei einem Treffen von Besitzern des einzigen DDR-Sportwagens am Sachsenring ein erstes Modell (Maßstab 1:4) des RS-1000-Nachfolger RS 2000 präsentiert. Projektleiter Sepp Melkus erklärte gegenüber AUTO SERVICE PRAXIS Online, dass Ende 2008 der erste Prototyp auf den Rädern stehen soll. Zur IAA 2009 will man die fertigen Autos (Coupé und Roadster) zeigen. Maße: Vier Meter lang, 1,80 Meter breit. Bestellungen sollen ab Frühjahr 2009 möglich sein. Geplant ist eine Jahresproduktion von 25 bis 50 Einheiten zu einem Stückpreis ab etwa 60.000 Euro. Dazu zieht man vom Standort des BMW-Autohauses Melkus in der Bautzener Straße in Dresden noch in diesem Jahr in eine Halle im Gewerbegebiet des Vorortes Weißig um. Ob für das Modell ein Chassis von Lotus verwendet werden könne, sei noch unklar: "Die Lotus-Idee ist noch da, aber derzeit nicht realistisch", erklärte Melkus. Man habe deshalb bereits einen eigenen Gitterrohrahmen konzipiert. Motorisch will man bei VW oder Opel zugreifen. Auch hier sind die Verhandlungen noch im Gang. Die Rede ist von einem Vierzylinder-Ottomotor mit zwei Liter Hubraum, Turboaufladung und 200 bis 250 PS. Einbauort: hinten quer als Heck-Mittelmotor. Der Kofferraum dahinter soll "auf alle Fälle größer als beim RS 1000" ausfallen. Kraftübertragung erfolgt über ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe, evtl. kommt später eine Automatik hinzu. Für die ferne Zukunft sei auch ein Hybridantrieb geplant. (pd/ng)
Ostalgie: Neuer Melkus soll zur IAA 2009 kommen
Bei einem Veteranentreffen am Sachsenring wurde ein erstes Modell präsentiert / Mit Bildergalerie