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"Mitteilungsfreudige Autos" auf der Electronica
Auf der Elektronikmesse "Electronica", die am 14. November in München beginnt, will das 2004 gegründete "Car to Car Communication Consortium" einen Zwischenstand seiner Arbeit vorstellen. Der Zusammenschluss europäischer Automobil- und Elektronikhersteller, arbeitet an einem einheitlichen offenen Industriestandard für die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern.
Basis für die kommunizierenden Autos sind kurzfristige, lokale Funknetze (Ad-hoc-WLANs). Sobald sich ein Auto in der Funkreichweite eines anderen Autos befindet, kann es automatisch ein gemeinsames WLAN mit diesem Fahrzeug aufbauen und Informationen mit ihm austauschen. Da die Reichweite von WLANs jedoch auf wenige hundert Meter begrenzt ist, fungiert jedes Fahrzeug nicht nur als Empfänger, sondern auch als Sender. So können, wie bei einem Staffellauf, die Informationen von Auto zu Auto weitergegeben werden. Durch dieses "Multihopping"-Verfahren wird gewährleistet, dass die Warnungen – beispielsweise vor einer blockierten Straße – über eine größere Distanz weitergereicht werden können, auch von entgegenkommenden Fahrzeugen.
Die dafür notwendigen Funkfrequenzen sollen bis 2010 zur Verfügung stehen. Bis dahin müssten aber noch einige Herausforderungen bewältigt werden, so die Forscher. Auf der technischen Seite stehen die Stabilität der Funknetze und der Schutz der übertragenen Daten gegen manipulative Eingriffe von Außen, ganz oben auf der Liste. Wichtig ist auch, dass nur die Gefahrenmeldungen den Fahrer erreichen, die für ihn relevant sind und das zum richtigen Zeitpunkt.
In Deutschland arbeiten derzeit im Rahmen des Projekts "Network on Wheels" (NOW) die Forschungsabteilungen von Audi, BMW, DaimlerChrysler und Volkswagen in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme sowie Siemens und NEC daran, die technischen Voraussetzungen für die "mitteilungsfreudigen" Autos zu schaffen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt NOW bis 2007 mit Forschungsgeldern in Höhe von vier Mio. Euro. (ng)
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