Studie: Milliardenmarkt für Neuwagenhandel im Netz

17.05.2010 11:48 Uhr
Trotz fehlender Probefahrt und Inzahlungnahme: Eine Studie glaubt an steigende Marktanteile der Online-Neuwagenvermittler.

Der "Neuwagenkauf ohne Service und mit hohen Rabatten" gewinnt gerade erst an Bedeutung, glaubt Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Ihre Meinung dazu ist bei unserer Online-Abstimmung gefragt.

Einen Milliardenmarkt für den Handel mit Neuwagen im Internet sieht eine Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Während der Gebrauchtwagenkauf im Netz bereits seit Jahren etabliert sei, gewinne der Online-Handel mit Neuwagen gerade erst an Bedeutung. Internet-Vermittler, die mit traditionellen Autohändlern zusammenarbeiten, bieten dabei "Autokauf ohne Service und deshalb mit hohen Rabatten", sagte CAR-Direktor Professor Ferdinand Dudenhöffer am Freitag in Duisburg. Auf den Internetseiten der Vermittler gebe es durchschnittlich 15 Prozent Rabatt auf gängige Modelle wie VW Golf oder Audi A3. Per Telefon gibt der Kunde seine Bestellung auf und bekommt dann eine Bestätigung vom Vermittler. Anschließend bestellt und bezahlt der Käufer das Auto beim Händler. Der Vermittler erhält eine Provision vom Händler. Abholen muss der Kunde den Wagen bei dem Autohaus vor Ort, "das allerdings auch mal 100 Kilometer entfernt sein kann", sagte Dudenhöffer. Probefahrten sind vor dem Online-Kauf aber nicht möglich. Auch seinen alten Gebrauchtwagen kann der Kunde beim Vermittler nicht in Zahlung geben. Ansonsten gelten laut Dudenhöffer dieselben Bedingungen wie beim traditionellen Autokauf, zum Beispiel in Hinsicht auf Garantien und Fahrzeugfinanzierung. Eine Online-Befragung von 500 potenziellen Autokäufern durch das Duisburger Autoinstitut habe ergeben, dass eine überwiegende Mehrheit sich vorstellen könnte, ihren nächsten Neuwagen im Internet zu kaufen. Vor allem die hohen Rabatte gäben dafür Ausschlag. Daher rechnet der Auto-Professor mittelfristig mit einem Umsatzpotenzial von acht Milliarden Euro für den neuen Markt im Internet. (dpa) Teilen Sie die Ansicht von Prof. Dudenhöffer? Stimmen Sie rechts in der Box ab oder klicken Sie auf "Kommentar abgeben" für ein längeres Statement.

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