Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Elektroauto beschleunigt voranbringen und Autobauer, Stromversorger und Kommunen im kommenden Frühjahr zum Spitzentreffen einladen, "um einen Impuls zur Entwicklung moderner Antriebstechnologien in Deutschland zu setzen". Dies geht aus dem schriftlichen Beschluss der Bundesregierung von Meseberg zur Entwicklung der E-Mobilität hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag vorlag. "Die Bundesregierung will Deutschland zu einem Leitmarkt für Elektromobilität machen und eine zügige Markteinführung von leistungsfähigen Elektrofahrzeugen begleiten", heißt es darin. Das Thema Elektroauto steht auch auf der umfangreichen Tagesordnung der Verkehrsminister von Bund und Ländern, die bis Freitag in Heidelberg aktuelle Fragen beraten wollen. Das Vorgehen aller Beteiligten müsse koordiniert werden, heißt es in der Begründung der Bundesregierung für das Spitzentreffen im Frühjahr. Im Gespräch hierfür ist nach dpa-Informationen der Monat Februar. "Die verschiedenen Wirtschaftszweige sollen zudem stärker in die Pflicht genommen werden", heißt es im Meseberger Beschluss. Bis zum Frühjahr 2010 soll der noch vom alten schwarz-roten Kabinett beschlossene Entwicklungsplan E-Mobilität unter Beteiligung aller Akteure weiter konkretisiert werden. Er sieht voraus, dass nach weiteren technischen Entwicklungen und Markteinführungen im Jahr 2020 etwa eine Million Elektro-Autos auf deutschen Straßen fahren werden. Für nötig gehaltende Fördermaßnahmen wurden noch nicht beschlossen. (dpa)
Koalitionsbeschluss: Merkel lädt im Frühjahr zum Elektro-Autogipfel
Auf ihrem Treffen in Meseberg bekräftigt die Bundesregierung schriftlich ihr Vorhaben, aus Deutschland einen "Leitmarkt für Elektromobilität" zu machen. Autobauer, Stromversorger und Kommunen sollen im kommenden Frühjahr zu einem Spitzentreffen eingeladen werden.