Magna setzt auf Batteriehersteller

12.07.2010 13:50 Uhr
Magna-Auftrag: Der Zulieferer entwickelt derzeit die Elektrovariante des Ford Focus.
© Foto: Magna

"Wir müssen da wachsen, wo die Zukunft ist", begründet Magna-Technikchef Burkhard Göschel die Kooperation mit einem japanischen Batteriehersteller.

Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna will sein Geschäft mit Elektroautos ausbauen. Nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" bereitet Magna ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Batteriehersteller GS Yuasa vor. "Wir müssen da wachsen, wo die Zukunft ist", sagte Magna-Technikchef Burkhard Göschel dem Magazin. "Durch die Zusammenarbeit erfahren wir, was in der Batteriefertigung passiert." GS Yuasa ist Lieferant der Lithium-Ionen-Akkus unter anderem für das Elektroauto I-Miev von Mitsubishi. Mit Hilfe von Magna wollen sich die Japaner der "WirtschaftsWoche" zufolge den europäischen und nordamerikanischen Markt erschließen. Gemeinsam planen die Unternehmen demnach zwei neue Fabriken für Hochleistungsakkus in den USA und Europa. Das Geschäft mit Elektroautos wird sich nach Göschels Ansicht in den kommenden Jahren rasant entwickeln: "Ich rechne damit, dass in absehbarer Zeit in vielen Großstädten weltweit Einfahrbeschränkungen für Autos mit Verbrennungsmotor erlassen werden. Alle Autos müssen deshalb künftig wenigstens kurze Strecken elektrisch fahren können", sagte er der Zeitung. Früheren Angaben zufolge wird Magna Ende 2011 die Serienentwicklung für zwei Elektroautos übernehmen. Es handelt sich dabei um den USA-Auftrag für den Ford Focus sowie um einen europäischen Hersteller, dessen Name nicht bekanntgegeben wurde. (dpa)

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