Beim insolventen Cabriospezialisten Karmann ist am Montag in Osnabrück das letzte Auto vom Band gerollt. Mit einem Mercedes CLK-Cabrio wurde die Fahrzeugproduktion in dem Unternehmen gegen Mittag eingestellt. Die Herstellung von Cabriodachsystemen, die Fahrzeugentwicklung und der Werkzeugbau gehen jedoch weiter. Im Werk in Rheine hatte bereits Ende Februar das letzte Cabrio die Fertigungshalle verlassen. Im April meldete Karmann dann Insolvenz an. Das Aus für den Fahrzeugbau in Osnabrück sei bitter für die Belegschaft, sagte Betriebsratsvorsitzender Wolfram Smolinski. Von den Mitarbeitern werde aber keiner mehr bestürzt reagieren. "Alle haben ihre Kündigung schon längst erhalten. Dass die Belegschaft überhaupt bis zum Ende durchgehalten hat, verdient Hochachtung", sagte Smolinski. Zurzeit sind bei dem Autobauer noch knapp 2.000 Menschen beschäftigt. Vergangenes Wochenende hatten sich Betriebsrat und der vorläufige Insolvenzverwalter in einem Interessenausgleich und Sozialplan darauf geeinigt, statt der angekündigten 513 nur 300 Stellen abzubauen. Jetzt sucht der Insolvenzverwalter nach einer Lösung für den Fortbestand des Osnabrücker Unternehmens. Eine neue Chance könnte die Entwicklung von Elektroautos sein. (dpa) Karmann hat anlässlich des Produktionsendes die erfolgreichsten und bekanntesten Fahrzeugprojekte zusammengefasst, zu finden in unserer Bildergalerie unten.
Aus bei Karmann: Letztes Cabrio rollt vom Band
Mit einem Mercedes CLK-Cabrio wurde die Fahrzeugproduktion in dem Unternehmen Montagmittag eingestellt. In einer Bildergalerie zeigen wir die größten Erfolgsmodelle des Osnabrücker Unternehmens.