Kurz gemeldet: Autozulieferer-News

28.05.2004 08:45 Uhr

ZF Trading schließt Niederlassung in Hamburg / Volker Heuer übernimmt Vorsitz der Geschäftsführung von MTU / Beru kann Umsatz steigern

Die ZF Trading GmbH schließt am Ende dieses Jahres ihre Niederlassung in Hamburg. Wie das Zulieferunternehmen jetzt mitteilte, werden die vier Außendienstmitarbeiter der Region direkt der Vertriebsabteilung Deutschland zugeordnet. Die norddeutschen Kunden werden wie bisher von ihnen betreut. Die Versetzung der weiteren 14 Mitarbeiter an andere Standorte von ZF Trading in Deutschland werde angestrebt, hieß es. "Die größten Kunden der Hamburger Niederlassung erwarten eine Belieferung aus dem Zentrallager in Schweinfurt, das aufgrund seiner Kapazitäten einen in Summe besseren Service bieten kann als ein Regionallager", begründete Manfred Filko, Vertriebsleiter Zentraleuropa, die Entscheidung. Die wirtschaftliche Rentabilität des Standorts Hamburg sei aus diesem Grund nicht mehr gesichert. ------------------------------------------------------------ Der Konzernvorstand der DaimlerChrysler AG und der Aufsichtsrat der MTU Friedrichshafen GmbH haben sich über die Nachfolge von Dr. Rolf A. Hanssen – der mit dem Erreichen der Altersgrenze seinen Dienstvertrag planmäßig am Ende des Jahres beenden wird – geeinigt. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung von MTU wird ab 1. August Volker Heuer, der derzeit noch "Presidente de los Centros Industriales" der Mercedes-Benz Espagna S.A. ist. "Mit Volker Heuer wird künftig ein Mann an der Spitze der MTU Friedrichshafen stehen, der aufs Beste zum Unternehmen passt", zeigte sich Dr. Rüdiger Grube, Vorsitzender des MTU-Aufsichtrats und DaimlerChrysler-Konzernvorstand, von Heuers Fähigkeiten überzeugt. Vor seiner Tätigkeit in Spanien war der gelernte Maschinenbau-Ingenieur in verschiedenen Führungspositionen im Entwicklungsbereich des DaimlerChrysler-Konzerns tätig. Zuletzt war er Leiter Entwicklung Transporter und leichte Nutzfahrzeuge, hieß es. ------------------------------------------------------------ Die Beru AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 den Umsatz von 304,5 Mio. Euro auf 354,5 Mio. Euro steigern. Das ist ein Plus von 16,4 Prozent. Ein Teil des Zuwachses gehe auf den Kauf von Johnson Controls Automotive Electronics zurück, teilte der Autozulieferer jetzt mit. "Verstärkte Neuanläufe, unsere starke Produkt-Pipeline und der angesichts weltweit hoher Treibstoffpreise verstärkte Trend zum Diesel, stimmen uns zuversichtlich, was die Chancen angeht, Umsatz und operativen Ertrag im laufenden Geschäftsjahr weiter nach vorne zu bringen", zog Vorstandschef Marco von Maltzan eine positive Bilanz. Für 2004/05 werde bei Umsatz und operativem Ergebnis ein Plus von wenigstens zehn Prozent erwartet. Die Auftragseingänge legten nach Unternehmensangaben zu und fielen mit einem Plus von 18 Prozent auf 374,6 (317,4) Mio. Euro deutlich höher aus als im Vorjahr (7,2 Prozent). Auch für den Auftragsbestand könne man einen Zuwachs von knapp 14 Prozent verzeichnen. Er liege nun bei 166,2 (146,1) Mio. Euro, so Beru weiter. "Die Gewinne für das abgelaufene Geschäftsjahr werden erst auf der Bilanzpressekonferenz im Juli bekannt gegeben", sagte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von AUTO SERVICE PRAXIS Online. (pp)

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