Es mehren sich die Fälle, in denen Immobilienkredite trotz vertragsgerechter Zahlungen der Zins- und Tilgungsraten von Banken verkauft werden. In einem aktuellen Fall, der ausführlich in der aktuellen Oktober-Ausgabe von asp beschrieben wird, trennte sich ein Kreditinstitut von einem ganzen Geschäftszweig. Im Schreiben an die betroffenen Kunden hieß es dazu lapidar, dass die private Immobilienfinanzierung "nicht mehr zum Kerngeschäft" gehöre und an ein anderes Kreditinstitut verkauft wurde. Immerhin handelt es sich in diesem Fall nicht um einen jener Finanzinvestoren, denen bekanntlich nicht nur kundenfreundliche Motive unterstellt werden. Betriebsinhaber mit Immobilienfinanzierungen sollten diese Entwicklung ernst nehmen und kurzfristig mit ihrer Bank reden. Immerhin geht es hier nicht nur um die Weitergabe personen- und objektbezogener Daten, sondern auch um die Frage der zukünftigen Finanzierung beim Ablauf der jeweiligen Zinsbindung. Denkbar sind vertragliche Vereinbarungen, durch die ein Weiterverkauf definitiv ausgeschlossen wird. (Michael Vetter)
Finanztipp: Kreditverkauf trotz regelmäßiger Zahlungen
Betriebsinhaber mit Immobilienfinanzierungen sollten mit ihrer Bank vertragliche Vereinbarungen verhandeln, durch die ein Weiterverkauf definitiv ausgeschlossen wird.