Positionspapier: Koordinierte Einführung der Elektromobilität

14.07.2009 17:54 Uhr
Mehrere Verbände fordern eine weltweite Standardisierung aller für das elektrische Fahren benötigten Komponenten.
© Foto: ddp-Archiv, Michael Kappeler

In einem gemeinsam mit anderen Verbänden unterzeichneten Positionspapier fordert der Verband der Automobilwirtschaft einen "Schulterschluss von Politik, Industrie und Energiewirtschaft". Es müsse eine möglichst weltweite Standardisierung aller für das elektrische Fahren benötigten Komponenten geben.

Für ein koordiniertes Vorgehen bei der Einführung der Elektromobilität haben sich erstmals drei große Branchenverbände ausgesprochen. „Vor einer breiten Einführung von Elektrofahrzeugen sind zahlreiche politische, regulatorische, technische und infrastrukturelle Voraussetzungen zu schaffen, die einen Schulterschluss von Politik, Industrie und Energiewirtschaft erfordern“, zitiert der Infodienst "Auto-Reporter" aus einem gemeinsamen Positionspapier, das vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), dem Verband der Automobilwirtschaft (VDA) und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) verabschiedet wurde. Die Verbände regen eine gemeinsame Plattform der Bundesregierung sowie der Verbände und Unternehmen der Automobilindustrie, der Energieversorgung, der chemischen und der elektrotechnischen Industrie sowie der Batteriehersteller an. Sie würde dazu beitragen, die industrielle Basis Deutschlands bei der bedeutenden Zukunftstechnologie zu stärken. Die Elektromobilität erbringe einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen und müsse deshalb eine Querschnittsaufgabe für die beteiligten Industrien, die Wissenschaft und die Politik sein, heißt es BDEW, VDA und ZVEI sprechen sich allerdings auch für realistische Erwartungen an die Elektromobilität aus. Längerfristig betrachtet, könne die breite Einführung von Elektrofahrzeugen die Option einer geeigneten Speichermöglichkeit bieten, um das häufig schwankende Angebot von regenerativ erzeugtem Strom in das bestehende Versorgungssystem sinnvoll zu integrieren. BDEW, VDA und ZVEI sprechen sich für eine Standardisierung aller für das elektrische Fahren benötigten Komponenten aus. Es gelte, übergreifende Standards und Normen zu erarbeiten, die den Anschluss der Fahrzeuge an das Stromnetz zum Zwecke der Aufladung des Energiespeichers sicherstellten. Dabei seien europäische, möglichst weltweite Standards anzustreben. (ng)

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