Als "missverständlich" bewertete ein Sprecher des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) aktuelle Presseberichte, in denen ein Zusammenhang zwischen Liquiditätsengpässen und der teilweisen Vorfinanzierung der Umweltprämie durch einzelne Autohändler hergestellt wurde. Das Wirtschaftsmagazin "Impulse" beispielsweise warnte vor der Kehrseite der Prämie, wonach viele Autohändler, die in Vorleistung gegangen waren, in finanzielle Schwierigkeiten gerieten. Das Magazin berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass rund 3.000 Händler, die die Förderung beim Neuwagenverkauf direkt mit dem Kunden verrechneten, wegen mangelnder Liquidität in Bedrängnis geraten würden. Die Branche sei in einem Goldrausch gewesen, bei manchem sei dabei die Vernunft auf der Strecke geblieben, zitierte das Magazin den ZDK-Sprecher Helmut Blümer. Der ZDK weist in der heutigen Pressemitteilung darauf hin, dass die erwähnten Liquiditätsengpässe verschiedenste Ursachen hätten und nur in vergleichsweise wenigen Fällen auf die zögerliche Auszahlung der Umweltprämie zurückzuführen seien. Es sei aus Sicht des ZDK grundsätzlich nicht empfehlenswert, dass die Händler ihren Kunden die Umweltprämie vorfinanzierten. Die Prämie sei auch ohne diese Leistung auf ausreichend Resonanz gestoßen. Darüber hinaus habe das mit der Bearbeitung betraute Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) auf Anfrage des ZDK erklärt, inzwischen nur noch vier bis sechs Wochen vom Eingang eines Prämienantrages bis zu dessen Auszahlung zu benötigen. Aus Sicht des Verbandes ist eine solche Bearbeitungsdauer nicht zu beanstanden, so der ZDK. (msh)
Umweltprämie: Kaum Zusammenhang zwischen Vorfinanzierung und Liquiditätsengpass
In Medienberichten war vor einem Boomerang-Effekt durch die Umweltprämie gewarnt worden. Das Magazin "Impulse" etwa berichtet von 3.000 Händlern, die in finanzielle Schieflage gerieten, weil sie für die Autokäufer in Vorleistung gegangen waren. Der ZDK relativierte diese Befürchtung heute.