Die Beziehung dauerte fast 70 Jahre: Seit 1935 hat die heutige Hella KG Scheinwerfer, Heckleuchten, Signalhörner und Winker für den Käfer geliefert. Mit dem Bau der "Ultima Edición", der letzen Ausgabe, geht jetzt auch für das Lippstädter Zulieferunternehmen eine Ära zu Ende. Gleich nach dem Krieg, im Dezember 1945, begann die Großserienproduktion, "von da an durchlief der Käfer über die Jahrzehnte verschiedene Entwicklungsstufen, die jedoch längst nicht so rasant vonstatten gingen, wie das heute üblich ist", so Hella. Gemächlich, gemächlich: 1959 wurden die Winker durch Blinkleuchten abgelöst, die Form und Größe der Heckleuchten änderten sich zwischen 1949 und 1972 lediglich fünf Mal – von der kleinen Zweifunktionsleuchte bis zum noch heute gültigen "Elefantenfuß". Auch die Scheinwerfer erlebten nur zwei maßgebliche Veränderungen: Den Sprung vom 6-Volt- zum 12-Volt-Bordnetz Ende der 60er Jahre sowie den Schritt zum Halogenlicht. Als erster Automobilhersteller rüstete VW zu Beginn der 70er den Käfer auf die neue Lichttechnik um. Was bleibt: Die Produktion von 21,5 Mio. Käfern. Rekord, zumindest bis um 30. Juli 2002. Dann hat der Golf den Käfer von der Spitze gestoßen. Hella als Zulieferer blickt ein wenig nostalgisch auf das Käfer-Ende, die Zusammenarbeit mit VW beim Golf sollte aber trösten. Denn: "Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern", hieß es seitens des Zulieferers. (tc)
Käfer-Ende: Kein Lichtblick mehr für Hella
Auch für den Zulieferer von Licht- und Elektronikteilen geht mit dem Produktionsstop eine Ära zu Ende