General Motors (GM) und Chrysler legen offenbar einen Gang bei ihren Fusionsgesprächen zu. GM sei an einer schnellen Einigung interessiert, da die Drittquartalszahlen "trist" ausfallen dürften, meldete die Onlineausgabe des "Wall Street Journal". Demnach treibe die kritische Finanzsituation den ehemals weltweit größten Autokonzern an, die Transaktion noch im Oktober festzuzurren. Auch einige kreditgebende Banken wie JP Morgan Chase unterstützten einen Zusammenschluss. Laut Bericht ist auch der Chrysler-Mehrheitsaktionär Cerberus an einer Beteiligung an einem künftigen Konzern GM-Chrysler interessiert. Allerdings seien beide Seiten von einer festen Vereinbarung noch weit entfernt. Das GM-Management sei davon überzeugt, mehr als zehn Milliarden Dollar an Kostensynergien aus der Allianz heben zu können, hieß es. Die beteiligten Unternehmen wollten die Informationen der Zeitung nicht kommentieren. Unterdessen gab GM bekannt, wegen stetig rückläufiger Nachfrage nach seinen großen Fahrzeugen weitere 1.600 Stellen zu streichen. Betroffen sind drei Werke in den USA. Bereits in den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen die Streichung von 4.500 Stellen angekündigt. Bei GM arbeiteten im Juni noch 72.000 gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte – im Jahr 2000 waren es noch 133.000 gewesen. (rp/dpa)
Medienbericht: GM und Chrysler intensivieren Fusionsgespräche
Laut einem Zeitungsbericht will GM wegen seiner kritischen Finanzsituation und trüber Quartalszahlen beim US-Konkurrenten schnell zugreifen. Der einst größte Autobauer der Welt kündigte unterdessen weitere Stellenkürzungen an.