Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel einen Bericht zur Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) veröffentlicht. Bezüglich Reparatur und Wartung von Kfz stellte die Behörde fest, dass Freie Werkstätten inzwischen einen besseren Zugang zu technischen Unterlagen der Hersteller hätten. Auch habe die Zahl zugelassener Freier Betriebe europaweit zugenommen. Zudem müssten Hersteller, die mit den Vertragswerkstätten einen großen Teil des Service-Geschäfts bestritten, jeden in ihr Netzwerk aufnehmen, der die Qualitätsanforderungen erfülle. Der Bericht kommt auch zu dem Schluss, dass der Wettbewerb beim Verkauf von Neuwagen zugenommen hat. Die Kommission macht dafür aber weniger die Verordnung als Faktoren wie Überkapazitäten der Hersteller und eine Öffnung nationaler Märkte für alle EU-Bürger verantwortlich. Durch die geltende GVO seien in einigen Bereichen zu viele und auch überflüssige Spielregeln gesetzt worden. Deshalb sei es im Sinne der Autobesitzer, die Vorschriften zu vereinfachen. Dies verstärkt den Eindruck, dass Brüssel keine speziell auf die Branche zugeschnittene Nachfolgeregelung mehr plant. Konkrete Vorschläge machte die Kommission aber noch nicht. Der Bericht ist nach den Angaben der erste Schritt auf dem Weg zu künftigen Regelungen. Die Verordnung für die Branche läuft am 31. Mai 2010 aus.
- EU-Evaluationreport (deutsch) (147.6 KB, PDF)