Funkvernetzung: EU-Kommission stellt Weichen für mehr Verkehrssicherheit

02.09.2008 18:03 Uhr
Autos kommunizieren selbständig miteinander und weisen sich auf Gefahrensituationen hin, etwa auf einen nahenden Rettungswagen.
© Foto: VW

Die EU-Kommission hat sich auf eine Funkfrequenz für die so genannte Car-To-X-Kommunikation geeinigt. Dabei sollen Fahrzeuge künftig sowohl mit ihrer Umgebung als auch miteinander kommunizieren, um Unfälle zu verhindern.

Die europäische Kommission hat für Anwendungen der Car-To-X-Kommunikation speziell definierte Funkfrequenzen freigegeben und damit den Weg für mehr Verkehrssicherheit geebnet, meldete das Car 2 Car Communication Consortium (C2C CC). Bei dieser neuen Technologie sollen sich Autos gegenseitig vor Gefahren warnen. Nach Aussage von Befürwortern könnten sich Fahrzeuge auf diese Weise beispielsweise auf Gefahrensituationen, etwa liegengebliebene Autos, einen Rettungswagen im Einsatz oder ein Stauende an unübersichtlicher Stelle, hinweisen. Das Auto würde daraufhin automatische Warnsignale an den Fahrer abgeben. Die Entscheidung der EU-Kommissare erleichtert die technische Umsetzung, da nun ein bestimmter Frequenzbereich (5,8 und 5,9 GHz) als Kommunikationskanal zwischen Fahrzeugen (Car-To-Car) oder mit der Infrastruktur (Car-To-X) reserviert ist. Das Konsortium ist eine Interessensgemeinschaft zur Förderung der Funkvernetzung zwischen Autos, die von den Herstellern ins Leben gerufen wurde. Getragen wird die Vereinigung von Audi, BMW, Fiat, Honda, Opel, Renault, Volvo Trucks und VW. Zudem sind Zulieferer aus dem Hard- und Softwarebereich sowie Forschungseinrichtungen beteiligt. Nach eigenen Angaben hat das Konsortium die Etablierung eines europaweiten Funksystems und eines europäischen Standards für herstellerübergreifende Car-To-X Kommunikation zum Ziel. (msh)

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