Befragung zur Testausbildung: Erfahrung mit Kfz-Servicemechanikern?

08.06.2010 11:32 Uhr
Seit 2004 wird die Ausbildung für Kfz-Servicemechaniker getestet. Welche Erfahrungen hat Ihr Betrieb mit den neuen Lehrlingen gemacht?
© Foto: ddp / Torsten Silz

2004 startete der Testlauf zur zweijährigen Ausbildung für Kfz-Servicemechaniker, um Kfz-Nachwuchskräfte mit geringerer Qualifikation an die Werkstattarbeit heranzuführen. Die Verantwortlichen verlängerten das Projekt bis 2013 und befragen Betriebe und Ausbildungseinrichtungen dazu.

Es geht um die Zukunft des Nachwuchses im Kfz-Gewerbe. Dass es um den nicht zum Besten bestellt ist, wurde schon vielfach berichtet. Während die Anforderungen an angehende Kfz-Mechatroniker permanent steigen, scheint die Eingangsqualifikation der Auszubildenden im Kfz-Gewerbe kontinuierlich rückläufig zu sein. Wissenschaftler des Instituts Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen und des Berufsbildungsinstituts Arbeit und Technik (biat) der Universität Flensburg haben sich schon 2004 Gedanken darüber gemacht, wie diesem Dilemma zu begegnen ist und auch Auszubildende mit geringerer Eingangsqualifikation an einen Beruf im Kfz-Gewerbe herangeführt werden können. Das Ergebnis: Mit dem Servicemechaniker wurde eine Art Einstiegsausbildung geschaffen, deren Anforderungen geringer sind als die für Kfz-Mechatroniker. Dennoch erhalten die Absolventen in ihrer zweijährigen Ausbildungszeit wichtige Grundlagen einer Kfz-Mechatroniker-Ausbildung und können bei entsprechender Eignung und Leistung ihre Lehrzeit ausdehnen, um den Schritt vom Servicemechaniker zum Kfz-Mechatroniker zu machen. Das zunächst bis Juli 2009 angelegte Modellprojekt wurde bis zum 31. Juli 2013 verlängert. Ob die Ausbildung zum Servicemechaniker praktische Relevanz hat und die Nachwuchsprobleme des Kfz-Gewerbes abfedern kann, soll eine Umfrage klären, die das Bundesinstitut für Berufliche Bildung BIBB, aktuell durchführen lässt. Mit der Durchführung der onlinebasierten Umfrage wurden das ITB der Universität Bremen und das biat der Universität Flensburg beauftragt. Befragung bis 31. Juli 2010 Um möglichst repräsentative Ergebnisse zu erhalten, auf deren Basis darüber entschieden werden kann, ob der Beruf des Kfz-Servicemechanikers nach Ablauf der Erprobungsphase als festes Berufsbild für das Kfz-Gewerbe etabliert werden soll, sind alle Kfz-Unternehmer und Berufschullehrer aufgerufen, sich bis 31. Juli 2010 an der Umfrage zu beteiligen. Die Anonymität der Teilnehmer ist selbstverständlich gewährleistet. Weitere Informationen zur Umfrage geben Barbara-Ch. Schild, Tel. 0228 107 2229 schild@bibb.de, vom Berufsinstitut für Berufsbildung (BiBB) oder Professor Matthias Becker, Tel. 0461 805 2160, becker@biat.uni-flensburg.de, von der Universität Flensburg. Über die beiden Links in der Box unten gelangen Werkstattunternehmer und Berufsschullehrer direkt zur Onlineumfrage. Über Hintergründe der Ausbildung Kfz-Service-Mechaniker klärt außerdem der Beitrag aus asp 9-2009 auf. (fs)

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KOMMENTARE

Bruno Heil

09.06.2010 - 19:28 Uhr

Der Service-Mechaniker mit zweijähriger Lehrzeit und tendenziell miserabler Grundbildung täuscht Fachwissen vor, was vielleicht manchmal praktisch, aber wohl kaum theoretisch vorhanden ist. Damit wird der meist bestens ausgebildete Service-Berater dequalifiziert. Mein Vorschlag: Tankwart statt Service-Mechaniker.


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