Freitag, 10.02.2012
Verkehrsblatt IVW
24.09.2009
¬ Audi e-tron
Audi Elektro-Sportwagen-Studie e-tron
4.500 Nm Drehmoment: Audi Elektro-Sportwagen-Studie e-tron

Elektrosportler mit Stil

Um einen Hingucker handelt es sich auf jeden Fall: Audi hat auf der diesjährigen IAA die Elektroauto-Studie "e-tron" im R8-Format vorgefahren. Vier Motoren – je zwei an der Vorder- und Hinterachse – treiben die Räder des sauberen Sportwagens an. Mit 230 kW / 313 PS und 4.500 Nm maximalem Drehmoment beschleunigt der Zweisitzer in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt.

Der Lithium-Ionen-Akku stellt einen real nutzbaren Energieinhalt von 42,4 Kilowattstunden bereit und erlaubt damit laut Hersteller eine Reichweite von knapp 250 Kilometer. Die Batterie liegt direkt hinter der Passagierkabine, dies soll für eine optimale Schwerpunktlage und Achslastverteilung sorgen. Aufgeladen wird der Energiespeicher über Kabel und Stecker mit Haushaltsstrom (230 Volt/16 Ampere). Die Ladezeit bei entladener Batterie beträgt sechs bis acht Stunden, mit Starkstrom (400 Volt, 63 Ampere) sinkt sie auf rund 2,5 Stunden.

Um auf Reichweite zu kommen, wurde der e-tron auf Diät gesetzt und mit einem ausgereiften Thermomanagement ausgestattet. Alle Anbauteile – Türen, Klappen, Seitenwände und Dach – bestehen aus faserverstärktem Kunststoff. Das Gesamtgewicht von 1.600 Kilogramm verteilt sich auf 4,26 Meter Länge, 1,90 Meter Breite und 1,23 Meter Höhe. Dabei entfallen rund 470 Kilogramm auf die Batterieeinheit. Das Thermomanagement mit abgestimmten Kühl- und Heizkomponenten berücksichtigt den Kühlbedarf der Batterie und des Antriebs ebenso wie den Klimakomfort im Innenraum.

Dank der vier einzelnen Motoren, die als Radantriebe hinter den Rädern sitzen, lässt sich den Angaben zufolge auch die Querdynamik des e-tron intelligent zu steuern. Ähnlich wie das Sportdifferenzial bei serienmäßigen Quattro-Fahrzeugen sollen sie das so genannte "torque vectoring", also das gezielte Beschleunigen einzelner Räder, erlauben. Zudem nutzt der Prototyp "Car-to-X"-Kommunikationstechnologien. So dienen etwa Informationen über die Schaltung der Ampel und über den Verkehrsfluss – von der Infrastruktur und von anderen Fahrzeugen vermittelt – zur Berechnung einer optimalen Fahrstrategie.

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