Die deutschen Autobauer werden in diesem Jahr einer Studie zufolge erstmals mehr Pkw im Ausland bauen als im Inland. Die Auslandsproduktion werde 2010 voraussichtlich auf 4,90 Mio. Einheiten steigen, die Herstellung in Deutschland auf 4,87 Mio. Wagen sinken, sagte der Autoexperte Willi Diez am Mittwoch in Stuttgart. Mit Abstand wichtigstes Produktionsland für die deutschen Hersteller sei dabei China mit 1,50 Mio. Pkw im laufenden Jahr. Insgesamt rechnet der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft in Geislingen 2010 mit einem Anstieg der weltweiten Automobilverkäufe um drei Prozent auf 52 Mio. Fahrzeuge. Die Branche in Deutschland werde vor allem von einer anziehenden Nachfrage nach höherwertigen Premiumfahrzeugen profitieren. "Diese Entwicklung wird auch die Beschäftigungsentwicklung in der deutschen Automobilindustrie stabilisieren", sagte Diez. Seit Beginn der Krise im September 2008 sind in der Branche seinen Angaben zufolge 50.000 Jobs verloren gegangen. Diese Entwicklung werde sich abschwächen. Ende 2009 arbeiteten in der Vorzeigebranche 715.000 Menschen, bis Ende 2010 werden rund 15.000 Jobs verloren gehen, erklärte Diez. Die Studie wurde im Vorfeld des Genfer Autosalons (4.-14. März) veröffentlicht. Zu der Messe in der Schweiz werden 250 Aussteller erwartet. Insgesamt sollen mehr als 100 Welt- und Europapremieren präsentiert werden. Erwartet werden bis zu 700.000 Besucher. (dpa)
Industrie: Deutsche Hersteller bauen mehr Autos im Ausland
Einer IFA-Studie zufolge fertigen Mercedes, BMW und Co. 2010 4,9 Mio. Autos im Ausland. In Deutschland werde die Produktion auf 4,87 Mio. zurückgehen, erklärte der Experte Willi Diez.