Alternative Antriebe: Daimler beteiligt sich mit zehn Prozent an Tesla

19.05.2009 16:15 Uhr
Der Daimler-Einstieg bei Tesla kann als Abkehr der Stuttgarter vom wasserstoffbetriebenen Fahrzeug gewertet werden
© Foto: Hersteller/AHO-Montage

Nachdem Daimler zum Jahreswechsel 2008/2009 mit Evonik eine "strategische Partnerschaft" zur Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien einging, beteiligt sich der Autobauer nun am Elektroautohersteller Tesla. Brennstoffzelle war gestern.

Daimler übernimmt knapp zehn Prozent der Unternehmensanteile an Tesla Motors. Beide Unternehmen sollten "enger bei der Entwicklung von Batteriesystemen, Elektroantrieben und einzelnen Fahrzeugprojekten kooperieren", hieß es in einer Mitteilung. Die Stuttgarter meldeten weiter: "Bei der Integration von Lithium-Ionen-Batterien und Ladeeinheiten für die ersten 1.000 Einheiten des smart fortwo electric drive haben sich die beiden Unternehmen bereits auf eine Zusammenarbeit verständigt." Im Rahmen dieser Kooperation wird Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility bei Daimler, Aufsichtsratsmitglied bei Tesla Motors. Dass nach rund einem Jahrzehnt Ausrichtung auf die Brennstoffzelle bei Daimler die Entwicklungs-"Reise" nun in Richtung batteriebetriebene Elektrofahrzeuge geht, verdeutlichte bereits die "strategische Partnerschaft", die der Autobauer zum Jahreswechsel 2008/2009 mit Evonik Industries (vormals RAG, vormals Ruhrkohle AG) einging. Auch hier geht es um die Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien, wozu man das Joint Venture Deutsche Accumotive GmbH gründete. (pd)

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