Die Unternehmen Daimler, Bayer CropScience und die Bioenergiegesellschaft Archer Daniels Midland (ADM) kooperieren und wollen gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten der Jatropha-Pflanze in der Biodieselindustrie erforschen. Ziel sei es, gemeinsam klar definierte Produktions- und Qualitätsstandards für aus Jatropha hergestellten Biokraftstoff zu entwickeln. Die Jatropha-Pflanze gilt als vielversprechende Nutzpflanze, da sie auch auf ertragsschwachen Böden gut gedeiht. In einer gemeinsamen Erklärung stellten die Unternehmen die Aufgabenverteilung innerhalb des Projekts vor. Demnach betreibe ADM eine Reihe von Biodieselraffinerien, während Bayer die Entwicklung von Herbiziden, Bodeninsektiziden und Fungizieden zur Schädlingsbekämpfung verfolgt. Daimler hat in einem abgeschlossenen Forschungsprojekt bereits die Einsatz- und Produktionsmöglichkeiten der Jatropha-Pflanze nachgewiesen und wird weitere Treibstofftests durchführen. Die Jathropha-Pflanze (Jatropha curcas L) ist aufgrund ihrer geringen Anforderungen an die Wachstumsbedingungen für die Industrie interessant. So gedeiht die Pflanze auf Wüstenböden und konkurriert damit nicht mit der Nahrungsmittelproduktion. Das Gewächs ist dürretolerant, winterhart, benötigt sehr wenig Niederschlag und Dünger und kann 30 bis 40 Jahre wirtschaftlich angebaut werden. Die Samen bestehen zu über 30 Prozent aus Öl, das für die Herstellung von Biokraftstoffen Verwendung findet. (tk)
Partnerschaft: Daimler, Bayer und ADM kooperieren bei Biodieselerforschung
Daimler, Bayer CropScience und die Bioenergiegesellschaft ADM wollen gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten der Jatropha-Pflanze in der Biodieselindustrie erforschen. Ziel ist es, klar definierte Produktions- und Qualitätsstandards zu entwickeln.