Bosch arbeitet an so genannten adaptiven Bedienkonzepten. Wie der Automobilzulieferer jetzt mitteilte, sucht die Forschungsabteilung des Unternehmens nach Lösungen, um den Autofahrer in brenzligen Situationen nicht zu überfordern. Ziel sei es, die Informationsvielfalt zu kanalisieren und der jeweiligen Fahrsituation anzupassen. Beispielsweise soll während einer scharfen Kurvenfahrt ein Telefonanruf automatisch an den Anrufbeantworter weitergeleitet werden. In einem Testlabor für zukünftige Navigationssysteme untersuchen Ingenieure und Psychologen Bedienkonzepte, die sich an die Fahrsituation anpassen und dem Fahrer genau die Informationen durchgeben, die er braucht. Im Zentrum der Aktivitäten steht dabei Bosch zufolge eine mitdenkende Software. Der so genannte "Ressourcenmanager" könne z.B. die für die Navigation nötige Information der Fahrsituation entsprechend aufbereiten und entweder via Lautsprecher oder Display laufen lassen. Im Fahrercockpit des Testlabors wird versucht, durch Messung der Bremsaktivität, Geschwindigkeit, Blinker, Scheinwerfer und anderen Sensordaten die mutmaßliche Fahrerbelastung zu ermitteln, um die Ablenkung des Fahrers auf ein Minimum zu reduzieren. Bislang sei noch nicht abzusehen, wann ein solches System in Serie gehen könnte, so ein Bosch-Sprecher auf Anfrage. (pp)
Bosch arbeitet an anpassungsfähigen Bedienkonzepten
Intelligente Software soll in kritischen Verkehrssituationen Informationsvielfalt für den Fahrer regulieren