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¬ Filternachrüstung

- "Wo bleiben die Kunden?", scheint dieser Herr beim Blick auf die Bafa-Bilanz zu fragen.
Bafa-Fördertopf noch fast voll
Weniger als zwei Monate vor dem Auslaufen der Barförderung für die Nachrüstung eines Partikelfilters ist der Geldtopf des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) noch fast voll. Von den zugewiesenen Haushaltsmitteln in Höhe von 66 Millionen Euro seien momentan noch über 90 Prozent verfügbar, erklärte ein Sprecher der Behörde gegenüber asp-Online. Damit sind bei der Bafa seit der Freischaltung des Online-Antragsformulars am 1. September nicht einmal 20.000 Anträge eingegangen. Für insgesamt 200.000 Anträge reicht das Geld.
"Die schleppende Nachfrage mag daran liegen, dass so mancher Autofahrer immer noch irritiert ist durch Berichte über fehlerhafte Dieselpartikelfilter", sagte Ulrich Köster, Pressesprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) auf Anfrage von asp-Online. Dies sei inzwischen aber kein Thema mehr. "Ein weiterer Punkt mag sein, dass die Höhe der Förderung dann nicht attraktiv erscheint, wenn aufgrund der Laufleistung des Fahrzeugs neben der Nachrüstung des Filters auch der Austausch des Katalysators notwendig ist."
Trotzdem setze sich das Kfz-Gewerbe für die Beibehaltung der Förderung auch über den 31.12.2009 hinaus ein und begrüße die im Koalitionsvertrag angekündigte Ausweitung der Förderung auf leichte Nutzfahrzeuge, so Köster weiter. Ein konkretes Datum für die Einführung wurde in dem gemeinsamen Papier von Union und FDP allerdings noch nicht genannt. Auch Ulrich Köster hat noch keine Hinweise darauf, wann eine erweiterte Förderung Realität werden könnte.
Keine Spur von Resignation bei HJS und Twintec
Bei den Filterherstellern HJS und Twintec gibt es trotz der Bafa-Bilanz keine Spur von Resignation: "Von einer schleppenden Nachfrage kann derzeit überhaupt nicht die Rede sein, unsere Auftragseingänge sind seit der Einführung der Barprämie stark angestiegen", betonte Twintec-Unternehmenssprecher Michael Raschke gegenüber unserem Dienst. Der Absatz an Filtern habe sich im Vergleich zu den Monaten ohne das neue Förderinstrument mehr als verdreifacht.
Auch Rolf Klein, der bei HJS den Geschäftsbereich Independent Aftermarket leitet, zeigte sich gegenüber asp-Online mit dem momentanen Geschäftsverlauf durchaus zufrieden: "Bei HJS können wir jedenfalls steigende Auftragseingänge verbuchen." Er sagte für die Zeit kurz vor dem Jahreswechsel einen "enormen Ansturm auf die Werkstätten" voraus. "Die verbleibende Zeit wollen wir nutzen, um Dieselfahrer über die zahlreichen Vorteile aufzuklären, die die Nachrüstung mit sich bringt: Weniger Steuern, bundesweit freie Fahrt in allen Umweltzonen und nicht zuletzt eine höherer Wiederverkaufswert", so Klein. (ng)
In der Box unter diesem Beitrag finden Sie einen Link, mit dem Sie Details zum Förderprozedere abrufen können.
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