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Baden-Württemberg: Kfz-Schiedsstellen verzeichnen mehr Streit
Die Anzahl der Beschwerden von Werkstattkunden und Gebrauchtwagenkäufern ist bei den 14 baden-württembergischen Schiedsstellen im letzten Jahr von 1.338 auf 1.614 gestiegen. Peter Flemming, Hauptgeschäftsführer des dortigen Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes, sieht diesen 20-prozentigen Zuwachs jedoch nicht dadurch begründet, dass die Betriebe schlechtere Arbeit leisten. Vielmehr sei die Aufklärung der Kunden über ihre Rechte, speziell das Sachmangelhaftungsrecht, besser geworden.
Flemming weist darauf hin, dass der Kunde unbedingt auf das Meisterschild der Kfz-Innung und das Zusatzzeichen zum Meisterschild "Gebrauchtwagen mit Qualität und Sicherheit" achten müsse. Nur so kann bei einem Konflikt die Schiedsstelle der Innung als neutrale Kommission tätig werden. Im Streitfall ist der Spruch der Schiedsstelle für den Kfz-Betrieb verbindlich, dem Kunden steht darüber hinaus auch noch der Rechtsweg offen, betonte er weiter.
Spitzenreiter auf der Beschwerdeliste sind nach Angaben des Verbandes unsachgemäße Ausführungen der Werkstattarbeiten, gefolgt von falschen Angaben zur Rechnungshöhe und technischen Mängeln. 80 Prozent der Klagen entfielen auf Werkstattleistungen und 20 Prozent auf den Gebrauchtwagenhandel. (sr)
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