Einen Monat nach Auslaufen der Abwrackprämie klagen die Autohändler in Deutschland über einen massiven Absatzeinbruch. Nach Angaben des Bundesverbands freier Kfz-Händler (BVfK) ist der Neuwagenverkauf im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat. "Der Absatz liegt rund die Hälfte niedriger als im August. Wir haben ein absolutes Nachfrageloch bei kleinen und preiswerten Autos", sagte der BVfK-Vorsitzende Ansgar Klein der "Bild"-Zeitung (Freitag). Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer wies die Zahlen jedoch zurück. "Freie Kfz-Händler sind eine unbedeutende Händlergruppe, die für deutlich weniger als fünf Prozent der verkauften Neuwagen stehen." Insbesondere der aktuelle Rückgang der Rabatte im deutschen Automarkt zeige, dass das Minus bei den Auftragseingängen weniger dramatisch sei als von den freien Händlern wahrgenommen. "Allerdings rechnen wir in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge, der insbesondere im Frühjahr eine neue Rabattschlacht im deutschen Automarkt auslösen wird", sagte Dudenhöffer. Der Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) bestätigte dagegen die deutlichen Einbußen. Eine Sprecherin sagte der Zeitung, im September hätten die Autohändler voraussichtlich weniger Kaufaufträge erhalten als im Vorjahresmonat. Noch im August habe es dagegen ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben. "Es ist wieder Normalität eingekehrt", erklärte die ZDK-Sprecherin.
Nach der Prämie: Autohändler beklagen Absatzeinbruch
Laut Bundesverband freier Kfz-Händler ist der Neuwagenverkauf in Deutschland im September um rund 50 Prozent gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Auch der ZDK bestätigte die deutlichen Einbußen.