Mit der Übernahme des US-Konzerns Emcon Technologies wird der französische Autozulieferer Faurecia die Nummer eins auf dem Weltmarkt für Abgaskontrollsysteme. Emcon werde mit der Sparte Exhaust Systems zur neuen Faurecia Emissions Control Technologies verbunden, teilte Faurecia am Montag in Paris mit. Die neue Einheit werde 5,2 Milliarden Euro mit Abgassystemen von Pkw und Nutzfahrzeugen umsetzen. Emcon (Troy, Michigan) kam zuletzt mit 6.000 Mitarbeitern in 19 Staaten auf 3,2 Milliarden Dollar Umsatz. "Die Übernahme wird keinen Einfluss auf Faurecias Schulden haben", erklärte Konzernchef Yann Delabrière. Die Tochter von PSA Peugeot Citroën bezahlt den Kauf mit neuen Aktien. PSA bleibt dennoch mit 57,4 Prozent Mehrheitseigner; Emcon hält 19 Prozent. Delabrière versprach Synergien von jährlich 60 Millionen Euro. Angesichts der Umweltdiskussion erwartet Faurecia, dass der Weltmarkt im Bereich Personenwagen bis 2020 von 29 auf 65 Milliarden Euro wachsen wird. Im Bereich Nutzfahrzeuge werde der Markt von sieben auf 16 Milliarden Euro expandieren. Faurecia ist stark bei Autositzen, Innenausstattung und Abgaskontrolle und kam 2008 auf zwölf Milliarden Euro Umsatz.
Zulieferbranche: Auf und Ab
Der französische Autozulieferer Faurecia kauft den US-Wettbewerber Emcon Technologies und erhofft sich Synergien von jährlich 60 Millionen Euro. Elring-Klinger veröffentlicht gute Quartalszahlen. Keine guten Nachrichten aus dem Hause Kolbenschmidt Pierburg: Das Unternehmen schließt sein Hamburger Werk.