Die Krise der Automobil-Branche wird ihre Spuren auch auf den Leipziger Automessen AMI und AMITEC hinterlassen. "In diesem Jahr werden nach dem aktuellen Stand 40 Automarken vertreten sein", sagte Messe-Chef Wolfgang Marzin am Donnerstag in Frankfurt am Main. Im Vorjahr hatten sich noch 50 Hersteller auf der AMI präsentiert. Abgesagt haben u.a. BMW, Mitsubishi, Chrysler, Saab, Volvo und Dodge. Der Präsident des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Volker Lange, zeigte sich von der Absagewelle nicht überrascht. In einem Moment, da Marken wie Volvo, Saab und Chrysler zur Disposition stünden, sei es schwer, die Konzernzentralen in den USA von einem Messeauftritt in Leipzig zu überzeugen, sagte er am Donnerstag. Wie schon im vergangenen Jahr sind auch Seat, Land Rover und Jaguar nicht auf der Käufer- und Kundenmesse vertreten. Die Gespräche mit Nissan sind den Angaben zufolge noch nicht abgeschlossen. Angesichts der Absagen hält sich Marzin mit Prognosen zu den Besucherzahlen zurück. Der Messe-Chef hofft allerdings, dass die staatliche Umweltprämie für alte Autos und die Neuregelung der Kfz-Steuer den Neuwagenkauf ankurbeln und damit die AMI für das Publikum attraktiver machen könnten. Im Vorjahr erreichte die Messe die Rekordzahl von 293.000 Besuchern. (dpa)
Branchenmesse: AMI leidet unter Ausstellerschwund
Nur 40 Hersteller werden in diesem Jahr in Leipzig am Start sein. Abgesagt haben u.a. BMW, Mitsubishi, Chrysler, Saab, Volvo und Dodge.