Politik: ADAC setzt sich erneut für Reparaturklausel ein

13.07.2007 10:34 Uhr
Der ADAC fordert von der Bundesregierung mehr Einsatz für die Reparaturklausel.

Preisvergleich ergibt Ersparnis für Verbraucher von bis zu 167 Euro pro Teil

Der ADAC hat die Bundesregierung erneut aufgefordert, sich in der EU für die Einführung einer Reparaturklausel und gegen einen Designschutz von sichtbaren Ersatzteilen für Hersteller einzusetzen. "Der Autofahrer muss selbst entscheiden können welches Ersatzteil er kauft. Eine Monopolstellung der Fahrzeughersteller schließt Konkurrenz aus und führt zu einem Preisdiktat", hieß es in einer Mitteilung. Durch eine Reparaturklausel könne der Verbraucher viel Geld sparen. So habe sich bei Preisvergleichen gezeigt, dass eine qualitätsgleiche Motorhaube eines VW Golf beim freien Händler bis zu 102 Euro weniger als beim Volkswagen-Vertragspartner koste. Beim Frontstoßfänger eines Opel Corsa seien bis zu 154 Euro Ersparnis möglich. Der Verzicht auf das Original-Siegel von BMW führe bei der Frontscheibe eines 3ers sogar zu einer bis zu 167 Euro günstigeren Rechnung. Sicherheitsrisiken oder Qualitätsproblem könnten einen Designschutz nicht rechtfertigen, so der Automobilclub. "Wer mindere Qualität anbietet, wird sich auf dem Markt nicht durchsetzen", sagte ADAC-Jurist Ulrich May. Auch eine Gefahr für deutsche Arbeitsplätze sieht er nicht: "Ersatzteile werden oft von mittelständischen Unternehmen produziert, und diese schaffen Arbeitsplätze auch in Deutschland. Zudem fertigen die Autohersteller viele Teile im Ausland." (ng)

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