Bafa: Abwrackprämie noch nicht vollständig ausbezahlt

04.05.2010 17:49 Uhr
Einige Anträge sollen doppelt gestellt worden sein, zudem soll es Stornierungen gegeben haben. Die Bafa rechnet nicht damit, dass die Fördermittel komplett abgerufen würden.
© Foto: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Bislang sind 4,79 Milliarden Euro an 1,9 Millionen Neuwagenkäufer geflossen. 76.400 Autokäufer warten einem Medienbericht zufolge noch auf eine Auszahlung. Das Bafa dementierte diese Zahl.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Auslaufen der Abwrackprämie haben noch immer nicht alle Autokäufer ihren staatlichen Zuschuss erhalten. Bislang seien 4,79 Milliarden Euro an 1,9 Millionen Neuwagenkäufer ausbezahlt worden, berichtete das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht des "Tagesspiegels" (Mittwoch). Der staatliche Fördertopf zur Stützung der Autobranche war mit fünf Milliarden Euro gefüllt. Abzüglich der Verwaltungskosten von rund 15 Millionen Euro sollten knapp zwei Millionen Käufer von Neu- und Jahreswagen von der Prämie profitierten. Wer einen mindestens neun Jahre alten Wagen verschrottete und ein anderes Fahrzeug kaufte, erhielt 2500 Euro. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, sind mehr als 206 Millionen Euro noch nicht ausbezahlt worden. Noch immer warteten rund 76.400 Autokäufer auf die Auszahlung ihrer Abwrackprämie. Eine Bafa- Sprecherin sagte, diese Zahl sei nicht korrekt. Zum einen hätten einzelne Antragsteller mehrere Anträge gestellt, zum anderen gebe es Stornierungen, weil die Antragsteller ihre Gebrauchtwagen auf dem Markt zu einem höheren Preis als 2500 Euro verkaufen konnten. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Mittel komplett abgerufen werden", sagte die Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. Zahlreiche Berechtigte hätten die Prämien aber auch deshalb noch nicht auf ihrem Konto, weil verschiedene Hersteller Lieferengpässe gehabt hätten. Während die Anträge seit Monaten nicht mehr eingereicht werden können, laufe die Frist für die Nachweise erst Ende Juli aus, betonte die Sprecherin: "Erst dann wissen wir definitiv, wie viele Mittel abgeschöpft werden." (dpa)

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