Dienstag, 19.11.2019
Verkehrsblatt IVW
23.08.2019
1    

¬ Musterverfahren zur Dieselaffäre

VW und Anleger streiten weiter

Im Musterverfahren zur Dieselaffäre bleiben die Fronten verhärtet.
© Foto: Robert Kneschke / stock.adobe.com

Fast ein Jahr nach Beginn des milliardenschweren Musterverfahrens von Anlegern zur VW-Dieselaffäre bleiben die juristischen Fronten verhärtet. Der Vorwurf einer Verletzung kapitalmarktrechtlicher Informationspflichten bleibe unbegründet, teilte Volkswagen am Freitag mit. An dieser Auffassung hätten auch die bisherigen sechs Verhandlungstage am Oberlandesgericht Braunschweig nichts geändert, sagte VW-Anwalt Markus Pfüller.

Seit September 2018 wird über Schadenersatzforderungen von VW-Investoren für erlittene Kursverluste nach Bekanntwerden des Dieselbetrugs verhandelt. Bisher gibt es nur einen Teilentscheid, in dem das Gericht für Ansprüche gegen die Volkswagen AG das Landgericht Braunschweig und für Forderungen gegen VW-Hauptaktionär Porsche SE das Landgericht Stuttgart zuständig sieht.

Darüber hinaus gab es lediglich vorläufige Einschätzungen des Gerichts, die mal für die Sichtweise der Kläger und mal für die Auffassung von Volkswagen sprachen. So warnte der Vorsitzende Richter etwa, dass Ansprüche der Kläger bis zum Zeitpunkt Mitte 2012 verjährt sein könnten. Auf der anderen Seite kam das Gericht zu der vorläufigen Einschätzung, dass auch das Wissen von Managern unterhalb der Vorstandsebene für die mögliche Information der Märkte entscheidend sei. Es gebe also eine Reihe von Aussagen der Richter, die für die klagenden Anleger sehr günstig seien, sagte Kläger-Anwalt Andreas Tilp am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

VW hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Behörden eingeräumt, in großem Stil Manipulations-Software in Diesel-Autos installiert zu haben. In dem Verfahren geht es im Kern um die Frage, ob VW die Märkte rechtzeitig über den Skandal um Millionen von manipulierten Dieselmotoren informiert hat. Eine sogenannte Ad-hoc-Mitteilung im Abgasskandal hatte der Konzern am 22. September 2015 veröffentlicht. Nächster Verhandlungstermin ist am 21. Oktober (Az: 3 Kap 1/16). (dpa)

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Robert Kneschke / stock.adobe.com)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

Osram Zentrale

Keine Handhabe gegen AMS-Übernahme

Osram schreibt tiefrote Zahlen, das Unternehmen meldete zuletzt annähernd eine halbe Milliarde Euro Verlust. Als Retter bietet sich der Sensorhersteller AMS an, den der Betriebsrat für unseriös hält. Aber eine rechtliche Handhabe gibt es offensichtlich nicht.
¬ mehr

18.11.2019

¬ Knoll TEC 2019

Knoll TEC 2019

Neuheiten hautnah erleben

Rund 4.500 Fachbesucher kamen im Oktober zur Knoll TEC nach Nürnberg. Zu sehen gab es auf der Fachmesse modernste Technik und Ausstattungslösungen für Werkstätten. ¬ mehr

18.11.2019

¬ Bundeskabinett

E-Mobilität

Stärkere Förderung von E-Autos beschlossen

Mehr Elektroautos spielen eine wichtige Rolle in der Strategie der Bundesregierung, um Klimaziele zu schaffen. Die Nachfrage aber ist weiter verhalten - das soll sich nun auch mit Steuergeldern ändern. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Anzeige

Infoline CARAT

Gut, wenn man in der digitalen Transformation eine starke Organisation wie die CARAT an der Seite hat! ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!