Dienstag, 17.09.2019
Verkehrsblatt IVW
06.09.2018

¬ Mesosphere

Start-up will Plattform für vernetzte Autos bieten

Auto als Datenquelle Vernetzung

Rund vier Terabyte an Daten fallen pro Auto nach einer achtstündigen Fahrt inzwischen an.
© Foto: Adobe Stock/iconimage

Bereits in zehn Jahren wird es durch vernetzte und automom fahrende Fahrzeuge wesentlich weniger Unfälle geben – davon ist der Gründer und Chef der deutsch-amerikanischen Softwarefirma Mesosphere, Florian Leibert, überzeugt. Dann würden auch Staus auf den Straßen der Vergangenheit angehören, sagte der gebürtige Schweinfurter am Mittwoch der dpa am Rande der "Shift Automotive" auf der IFA in Berlin. Für die dafür nötige Auswertung der immer schneller wachsenden Datenberge will das Start-up die nötige Plattform bieten.

Das von dem Informatiker gemeinsam mit zwei weiteren Freunden 2013 in San Francisco gegründete Mesosphere hat ein Betriebssystem entwickelt, über das man Daten einheitlich managen kann, selbst wenn diese auf den verschiedensten Servern und Datenbanken gespeichert sind. Die Software ermögliche, ganz viele Technologien, etwa für den Transport, das Sichern oder die Analyse von Daten, auf einer einzigen Plattform zu installieren, erklärte Leibert. Bislang hat Mesosphere insgesamt 250 Millionen Dollar von namhaften Investoren eingesammelt.

Rund vier Terabyte an Daten fielen pro Auto nach achtstündiger Fahrt inzwischen an, sagte Leibert. Tendenz steigend. Mesosphere wolle den Wissenschaftlern Werkzeuge an die Hand geben, die Daten auf einfache Weise zu analysieren und neue, nutzbringende Services zu entwickeln. Zu den Kunden gehören bislang unter anderem die Deutsche Telekom sowie eBay, Paypal und Twitter.

Zwischen Regulierung und Innovation

In Deutschland gebe es allerdings eine Gratwanderung zwischen Regulierung und Innovation. "Der Gebrauch von Daten sollte nicht überreguliert werden, sonst fallen wir im internationalen Wettbewerb deutlich zurück." Daten für Innovationen zu nutzen, dürfe in Deutschland nicht ausgeschlossen werden. Unternehmen müssten aber angehalten sein, transparent mit ihnen umzugehen.

Generell sieht Leibelt die deutsche Automobilindustrie keineswegs abgehängt. "Audi weiß einfach, wie man schöne Autos baut." Deutschland sei ein "tolles Ingenieurs-Land". Dagegen habe der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla die Industrie zwar angetrieben, die Erfolge seien aber "ein bisschen gehypt" worden. (dpa)

 
 

Copyright © 1999 - 2019 by AUTO SERVICE PRAXIS Online (Foto: Adobe Stock/iconimage)

 


 
Zurück Artikel drucken Kommentar abgeben Heft-Abo
 
 
 

Kommentar verfassen

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

The Tire Cologne 2020

Top 5 der Reifenhersteller an Bord

Gut neun Monate vor dem Messebeginn sind fast 70 Prozent der Ausstellungsflächen vermietet. Rund 300 Unternehmen haben ihre Teilnahme an der Tire Cologne 2020 bestätigt - darunter auch die Top 5 der internationalen Reifenwelt. ¬ mehr

ZDK für technologieoffene Anreize

Bei der Reduzierung der CO2-Emissionen muss vor allem der Verkehrssektor liefern. Das Kfz-Gewerbe hat dabei vor allem die Brennstoffzelle und E-Fuels im Blick. Auch den Verbrenner schreibt die Branche noch nicht ganz ab. ¬ mehr

Bosch Ladetechnik Elektroauto

Benzin und Diesel fahren sich günstiger

Die Höhe von Kosten ist immer relativ: Elektroautofahrer leben in Deutschland vergleichsweise günstig – und zahlen trotzdem deutlich drauf. ¬ mehr

zum 7-Tage Rückblick

Frage der Woche


Beliebteste Inhalte

  • 12.09.2019 | Stahlgruber

    Neues Verkaufshaus in Wolfschlugen

    Josef Herl meint: Sehr geehrte Damen und Herren,wir benötigen kurzfristig eine Nußbaum 2 SeilenHebebühne mindest 3 ...mehr

  • 09.09.2019 | VW elektrifiziert Oldtimer

    E-Power für altes Blech

    Volker Frank meint: Wie wirkt sich das auf den Oldtimer-Status aus (Erhaltung des technischen Kulturgutes ???...mehr

  • 08.09.2019 | VW elektrifiziert Oldtimer

    E-Power für altes Blech

    Fritz Wichmann meint: Ich verstehe den Sinn so eines Umbau nicht, warum baut man einen Oldtimer umbaut....mehr

Newsletter

Immer gut informiert.

Der asp Newsletter informiert Sie werktäglich über die aktuellen Branchen-Geschehnisse. So erfahren Sie alle relevanten Infos. Jetzt kostenlos bestellen und immer top informiert sein!

Betriebssicherheit

Mitarbeiteranweisungen

Mitarbeiteranweisungen

Schnell vermitteltes Wissen zu wesentlichen Gefahrenquellen in der Werkstatt. ¬ mehr

Werkstattkatalog

asp_wki_box_60x60

Alles für die Werkstatt!

Einmalig umfangreicher
Überblick zum Angebot der Werkstattausrüster.

¬ Zum Werkstattkatalog

Springer Automotive Shop

Entdecken Sie Quirin!

In der Neuerscheinung "Die Quirin-Formel" zeigt Ihnen Dr. Andreas Block, welche zentralen Bausteine erfolgreiche Autohäuser gemein haben. ¬ Jetzt bestellen!